Sonntag, 31. Mai 2009

Hellboy - Die goldene Armee


Nachdem Guillermo del Toros Hellboy (2004) einen relativ schlechten Start bei mir erwischt hatte – dreimaliges Sehen war nötig, um den schlussendlich wirklich guten Film zu erkennen –, gelingt der Fortsetzung Hellboy – Die goldene Armee (2008) ein weitaus besserer Einstand. Dieser spinnt die Geschichte des Erstlings konsequent fort. Ein Großteil der Story dreht sich um das junge Glück von Hellboy und Liz. Und als würde dieses nicht ohnehin genügend Konfliktpotential enthalten, bekommen sie es nebenbei auch noch mit einem größenwahnsinnigen Prinzen zu tun, der es mit Hilfe der Goldenen Armee auf die Weltherrschaft abgesehen hat.

Es ist schön zu sehen, dass die Hellboy-Fortsetzung sich nicht schlicht auf das Schneller, Höher, Weiter-Prinzip verlässt. Vielmehr besinnt sich Guillermo del Toro auf die Stärken, die schon den ersten Teil maßgeblich geprägt haben. Neben viel lauter, knallbunter Action, die auch hier wieder mit sicherem Gespür umgesetzt wurde, besticht der Film vor allem durch seine interessanten Protagonisten. Besonders Comicverfilmungen neigen ja oftmals dazu, ihre Effekte über den restlichen Film zu stellen. Del Toro lässt kein Ungleichgewicht entstehen. Vielmehr konfrontiert er Hellboy und seine Mitstreiter mit sehr menschlichen, universellen Problemen, die sie neben dem Kampf um das Schicksal der Welt zu schultern haben. Die Protagonisten besitzen Ecken und Kanten, wirken nicht wie aus einem Baukasten für Comic-Charaktere. Das „Anders-Sein“ nimmt einen hohen Stellenwert als zentrales Dilemma ein. So gelingt es dem Film eine tiefere Ebene, fernab von optischen Schauwerten, zu etablieren. Eine Ebene, die sich auf den Akzeptanzgedanken fokussiert. In diesen Kontext reiht sich die Szene, in der sich Hellboy durch einen Sturz auf die belebte Straße der Welt offenbart. Kein Versteckspiel mehr. Hellboys Weg, um der ewigen Flucht vor den Menschen – und auch vor sich selbst – ein Ende zu setzen und Akzeptanz einzufordern. Derzeit versteht es del Toro wie kein zweiter diese Elemente im modernen Popcorn-Kino zu vereinen. (8/10 Punkten)



Donnerstag, 7. Mai 2009

Diane Krueger is a Basterd-Poster

Nach den beiden Inglourious Basterds Charakter-Postern mit den Herren Pitt und Roth folgt nun das dritte mit Diane Krueger.




An dieser Stelle noch mal die beiden bekannten Poster:


Quelle: www.slashfilm.com

Montag, 27. April 2009

V wie Vendetta


Rache als zentrales Motiv erfreut sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts stetig wachsender Beliebtheit bei Filmemachern und Publikum. Gleiches wird mit Gleichem vergolten. Entweder dadurch begründet, dass dem Protagonisten unverzeihliches angetan wurde (Thriller – Ein unbarmherziger Film (1974), Der Graf von Monte Cristo (1975), Kill Bill Vol. 1+2 (2003/2004), Oldboy (2003)) oder aber einer ihm nahe stehenden Person (Die Jungfrauenquelle (1960), dessen Remake Last House on the Left (1972), Spiel mir das Lied vom Tod (1968), Irreversibel (2002), Sweeney Todd (2007)). Der auf dem gleichnamigen Alan Moore-Comic basierende V wie Vendetta (2006) – zugehörig zu erster Kategorie – greift dieses in beinahe allen denkbaren Variationen durchgespielte Motiv auf und verbindet es mit den dystopischen Welten von George Orwell (1984) und Ray Bradbury (Fahrenheit 451).

James McTeigues V wie Vendetta spielt im faschistischen Groß Britannien der Zukunft. Allgemeine Unsicherheit und ein totalitäres Regierungssystem verdammen die öffentliche Stimme zur Passivität. Als Anführer der Revolution setzt es sich der Maskierte V zum Ziel, die unterdrückte Öffentlichkeit zu befreien und den tyrannischen Großkanzler Adam Sutler zu stürzen. Erlebnisse aus Vs Vergangenheit machen aus dem Befreiungsschlag ein persönliches Rache-Szenario. Mittendrin Evey Hammond, die sich für eine Seite entscheiden muss.


Das in V wie Vendetta gezeichnete Gesellschaftsbild ist geprägt von Unterdrückung und umfassender Kontrolle seitens des Staates – personifiziert durch den Großkanzler Sutler. Wie in den großen literarischen Vorbildern (1984, Fahrenheit 451) bestimmt die Umkehrung der Machtverhältnisse das Geschehen. Aus dem herrschenden Volk werden beherrschte Untertanen. Dem Regisseur gelingt es, mit relativ einfachen Mitteln die Unterdrückung greifbar zu machen. Rigoros durchgesetzte, staatliche Restriktionen, denen Evey anfangs beinahe zum Opfer fällt, Vs anklagende Videobotschaft an die britische Bevölkerung und vor allem die Dialoge zwischen Großkanzler Sutler und seinen Beratern zeichnen ein deutliches Bild. Eine im Zusammenhang mit der Unterdrückung höchst eindrucksvolle Szene präsentiert sich dem Zuschauer, als sich alle aufgestaute Energie der Bevölkerung mit einem Paukenschlag freisetzt. Die von Großkanzler Sutler errichteten Mauern werden gesprengt, als sich Heerscharen mit Guy Fawkes-Masken durch Londons Straßen ergießen. Die Revolution hat begonnen. Sutlers Militär wird widerstandslos umspült wie Steine am Strand. Visuell ein dynamisches Highlight, katalysiert durch den maskierten Unbekannten.


V wie Vendetta gelingt es schnell die Sympathien für seinen Protagonisten zu wecken. Filme mit starkem Rache-Motiv haben meist auch die besten Voraussetzungen. Welchem Zuschauer fällt es sonderlich schwer, sich in eine gepeinigte Seele hineinzuversetzen, die nach Vergeltung sinnt? Dieser psychologische Vorteil greift hier jedoch zunächst nicht. Denn McTeigues Film enthüllt Vs Rachemotiv erst verhältnismäßig spät. Vielmehr gewinnt V bereits zu Beginn durch Eloquenz, Charme und konsequentes Auftreten die Gunst des Publikums. Sein Underdog-Charakter im Kampf gegen ein übermächtiges System sorgt für das Übrige. Um den gesichtslosen V als starke Identifikationsfigur zu etablieren, bedient sich der Film häufiger inhaltlicher Parallelen zwischen ihm und anderen positiv belegten Figuren. Dazu baut der Film beispielsweise etliche frappierende Gemeinsamkeiten zwischen V und Eveys Kollegen Gordon auf, der auf eigene Art gegen das Regime des Großkanzlers kämpft. Beide Charaktere verschmelzen. V verliert auf diese Weise etwas von seiner unfassbaren Aura. Er wird als Mensch greifbarer. Seine Sehnsucht nach Rache eindringlicher. Ein intelligenter Zug, bei dem man sich als Zuschauer die Frage stellt, ob der Film auch ohne dieses Stilmittel funktioniert hätte? Höchst wahrscheinlich. Denn Hugo Weaving besitzt selbst unter seiner Guy Fawkes-Maske mehr Ausdrucksvermögen als viele seiner heutigen Kollegen ohne Gesichtsverdeckung. Weaving beziehungsweise die Rolle des Rächers verdeutlicht, wie viel Effekt durch bedacht eingesetztes Gestenspiel erreicht werden kann.

McTeigues V wie Vendetta versteht sich als Unterhaltungsfilm mit dem Anspruch seine Zuschauer zum Mitdenken zu animieren. Keinesfalls sollte die Comicverfilmung als Actionvehikel gesehen werden. Unter diesem Aspekt betrachtet, dürfte vielen Zuschauern eine Enttäuschung bevorstehen. Im Vordergrund steht die Charakterentwicklung der Protagonisten V und Evey. Action mit einem zuverlässigen Gespür für Timing und den richtigen Blickwinkel wird an bestimmten Stellen eingestreut. Merkwürdigerweise erinnern viele der Einstellung und ebenso viele einzelne Bewegungen Vs an die Comicverfilmung Blade (1998) des britischen Regiekollegen Stephen Norrington. Dies sei nur als Randnotiz festgehalten. Was V wie Vendetta wesentlich stärker kennzeichnet, ist seine wertneutrale Auseinandersetzung mit dem Motiv der Blutrache – der Vendetta. So stellt Evey V die Frage nach der Moral seiner Bestrebungen. Jener betrachtet seinen Feldzug als bis zur letzten –tödlichen – Konsequenz gerechtfertigt. Der Zuschauer hingegen muss entscheiden, ob er dieser Meinung folgen kann. Vorgefertigte Antworten liefert der Film nicht. Die Ambivalenz in Vs Charakter tritt hier deutlich hervor. Die Wahl seiner Mittel erinnert stark an seinen Antagonisten Sutler. V bedient sich medialer Propaganda, verübt Anschläge. Er unterzieht Evey mentaler und physischer Folter, um sie zu einem angstfreien Leben umzuerziehen. Alles strikt nach Methodik des Gegners. Doch wo muss man Grenzen ziehen? Kann man Gutes erreichen, indem man die Mittel des Gegners anwendet? Fragen, die ohne Zweifel diskussionswürdig sind.


Nachdem die Wachowski-Brüder ihren Stern mit Hilfe der Matrix-Trilogie (1999 & 2003) sowohl zum Erstrahlen als auch zum anschließenden Erlöschen gebracht hatten, gelang ihnen als Autoren von V wie Vendetta ein großer, überraschender Wurf. Weg von verquasteten, pseudophilosophischen Effektgewittern, hin zu ungewöhnlichen, ambivalenten Charakteren, wohldosierter Action und einer fesselnden Story. Ein Film für Zuschauer, die eine gelungene Verquickung aus Unterhaltung und Tiefgang zu schätzen wissen.

Freitag, 10. April 2009

Michael Manns Public Enemies Trailer #2

Der zweite Trailer zu Michael Manns Public Enemies mit Johnny Depp und Christian Bale. Sieht auf jedenfall sehr vielversprechend aus. Obwohl nicht in bester Qualität vermittelt der Trailer viel Atmosphäre. Ich bin gespannt.

Sonntag, 5. April 2009

Die Suche ist vorbei: New Line hat seinen Freddy Krueger

Jackie Earle Haley is moving to Elm Street, signing to star as iconic killer Freddy Krueger in New Line and Platinum Dunes’ relaunch of “A Nightmare on Elm Street.”

Platinum Dunes partners Michael Bay, Brad Fuller and Andrew Form are producing with John Ricard co-producing. Samuel Bayer will direct from Wesley Strick’s script, with lensing set to begin next month in Chicago.

New Line decided last year to relaunch the movie series centered on the iconic killer, who haunts the dreams of teenagers and kills them in their sleep. Krueger was played by Robert Englund in the 1984 original, spawning nine films and two TV series in what was New Line’s most lucrative franchise until “The Lord of the Rings.”

The relaunch comes on the heels of New Line and Platinum Dunes’ rebirth of another horror franchise, “Friday the 13th,” which has grossed $65 million domestically since its launch on Friday, Feb. 13.

Haley starred in “Watchmen” as Rorshach and will next be seen alongside Leonardo DiCaprio in Phoenix Pictures “Shutter Island,” directed by Martin Scorsese.

Quelle: Variety.com


Nun ist es raus. New Line Cinema hat in Jackie Earle Haley (Watchmen, Little Children) seinen neuen Freddy Krueger gefunden. Nun steht dem Re-Launch für die „A Nightmare On Elm Street“-Reihe nichts mehr im Weg. Der Drehbeginn ist für Ende des Monats angesetzt. Als vorläufiger US-Starttermin wurde der 16.04.2010 benannt. Man darf gespannt sein. Bleibt nur zu hoffen, dass die Wiedergeburt der zweiten Killer-Ikone nicht so in den Sand gesetzt wird wie bei Freitag, der 13.



Creep


Die junge Kate wird durch Pech über Nacht im Londoner Underground eingesperrt. Doch sie ist nicht alleine. Ein Monster, welches für das Verschwinden zahlreicher Obdachloser verantwortlich ist, hat es auf sie abgesehen. Derart lässt sich die nicht sonderlich innovative Story der deutsch/britischen Co-Produktion Creep (Regie: Christopher Smith, 2004) kurz zusammenfassen. Mittendrin Franka Potente als Kate, die hier etwas unbeholfen um ihr Leben rennen und durch etliche Logiklöcher stolpern muss. Dabei sollte der Zuschauer Creep zumindest zu Gute halten, dass der technisch durchweg solide Film, mit einer spannend gestalteten Exposition aufwarten kann. Die klaustrophobische Leere des abgeriegelten Bahnhofs und die noch unidentifizierte Gefahr sind ansprechend in Szene gesetzt. Der vielversprechende erste Eindruck verpufft aber zusehends. Durch die stetig weiter ausgedehnte Screentime des Creeps verliert der Film viel von seinem Potential. Die irrationale, diffuse Spannung des Beginns tritt in den Hintergrund und wird zunehmend durch blutige Einlagen kompensiert. Diese sind deftig ausgefallen, nützen aber auch nicht viel. Hätten die Verantwortlichen die Absicht verfolgt, den Film wenigstens ein Stück weit aus dem Sumpf ähnlich gelagerter Produktionen zu hieven, hätten andere Wege beschritten werden müssen. Was bleibt ist ein Machwerk nach Schema F mit zahlreichen ungeklärten Fragen. Fragen wie: Warum schert sich niemand um eine U-Bahn, in der scheinbar unzählige Obdachlose verschwinden? Wieso erwischt es den Nachtwärter des Londoner Undergrounds erst jetzt? Warum tötet der Creep einige seiner Opfer an Ort und Stelle, während andere zunächst in einem Wasserkäfig zum Dahinsiechen gelagert werden? Und wer hat überhaupt das Make-up für den Degenerierten verbrochen? Alles Fragen, zu denen man eigentlich gar keine wirkliche Antwort haben möchte. (04/10 Punkten)


Dienstag, 31. März 2009

Eden Lake


Wie in der Kurzkritik zu Ruins (2008) angemerkt, häufen sich aktuelle Beispiele, in denen sich der Horror aus Urlaubs- und Erholungssituationen entspinnt, zunehmend. Der britische Eden Lake (2008) entspricht genau diesem Muster. Regisseur James Watkins lässt in seinem Film das junge Pärchen Steve und Jenny zu einem Wochenende am idyllischen Eden Lake aufbrechen. Fernab vom Alltag suchen sie nach ein paar ungestörten, romantischen Tagen. Keiner der beiden ahnt jedoch, dass eine Bande jugendlicher Delinquenten die Gegend um den See terrorisiert. So wird aus anfänglichen Anfeindungen und Provokationen schnell bitterer Ernst.


Das britische DVD-Cover titelt The Best British Horror Film in Years. Dass solche Äußerungen stets mit Vorsicht zu genießen sind, ist bekannt. Doch wenn Eden Lake tatsächlich zur Spitze des britischen Horrorfilms gezählt werden soll, möchte man vom Rest am liebsten gar nichts wissen. Nach einem durchweg gelungenen Start, der sogar mit sympathischen Protagonisten aufwarten kann, verflacht die Qualität zusehends. Was anfangs noch Hoffnung auf einen kreativen Horrortrip macht, entpuppt sich spätestens nach dem ersten Drittel als stark ausgelutschter Backwood-Streifen. Eden Lake wandelt auf derart ausgetrampelten Pfaden, dass sich der Zuschauer meist nicht mal groß Mühe geben muss, um die folgenden Plotwendungen zu erahnen. Oder wie kommt es, dass in allen Filmen dieser Gattung die Opfer auf ihrer Flucht stets auf Personen treffen, die entweder Verwandte oder Freunde der Aggressoren sind? Es scheint jedenfalls ein in Stein gemeißeltes Gesetzt zu sein, das auch Eden Lake treudoof befolgt. Ein zusätzliches Ärgernis sind dermaßen auffällige Logiklöcher und Absurditäten, die erst recht hervorstechen, wenn man sich als Zuschauer nicht sonderlich vom Plot herausgefordert fühlt. Da hilft es auch nicht, dass man sich freudig von Genrekollegen wie dem französischen Ils (2006) „inspirieren“ lässt.

Angenehm hingegen fällt auf, dass Eden Lake sich nicht nur auf die explizite Darstellung von Gewalt verlässt, sondern sich diesbezüglich in relativ moderaten Bahnen bewegt. Ein- oder zweimal arbeitet Watkins tatsächlich mit Spannung und dem Gefühl des Terrors. Oder versucht es zumindest. Bezüglich des Finales fällt eine Bewertung nicht leicht. Ein ambivalentes Gefühl ist alles was zunächst zurück bleibt. Stünde das schlichte, abrupte Ende für sich alleine, gäbe es diese Zwiegespaltenheit nicht. Aber allein die Herleitung des Finales bereitet dem Genrefreund einiges an Bauchgrimmen. So ist alles was nach dem Abspann übrig bleibt nur ein mittelmäßiger Genrefilm, der bei weitem nicht sein Potential ausschöpft. (5/10 Punkten)


P.S.: Allen Freuden der britischen Unterschichtssprache sei der Originalton empfohlen.

Freitag, 27. März 2009

Midnight Meat Train


Nach Sichtung von Ryûhei Kitamuras (Versus) neustem Werk wird sich der eine oder andere Großstädter beim Betreten der lokalen U-Bahn sicherlich mehr als einmal besorgt über die Schulter blicken. Schuld daran ist die Verfilmung von Clive Barkers Kurzgeschichte Midnight Meat Train aus den Büchern des Blutes. In dieser verwandelt der hühnenhafter Metzger Mahogany die New Yorker Metro in ein Schlachthaus auf Rädern. Durch Zufall kommt ihm der aufstrebende Fotograf Leon auf die Spur. Auf der Jagd nach verwertbaren Aufnahmen für sein Debüt in einer angesehenen Galerie kreuzen sich die Wege der beiden zum ersten Mal. Fortan vergräbt sich Leon immer tiefer in Nachforschungen, bis sogar seine Freundin in Gefahr gerät.


Um Kitamuras Midnight Meat Train wurde im Vorfeld viel gerätselt. Nachdem 2007 ein US-Starttermin bekannt gegeben wurde, den Lionsgate alsbald wieder canceln lies, wusste keiner so recht, ob aus Midnight Meat Train noch etwas werden würde. Im Spätsommer 2008 bekam der Film schließlich doch noch eine Chance auf eine amerikanische Kinoauswertung und scheiterte kläglich. Sowohl der verschobene Starttermin als auch der Flop an den Kassen sprechen nicht unbedingt für die Qualität des Films. Könnte man meinen. Doch das schlechte Omen bewahrheitet sich nicht. Midnight Meat Train ist ein kleiner, gemeiner Streifen, der durchweg für gute Unterhaltung sorgt. Drehbuch-Autor Jeff Buhler hat Barkers Kurzgeschichte ohne größere Schwierigkeiten auf Spielfilmlänge aufgeblasen. Unnötige Längen bleiben dem Zuschauer erspart. Dafür bekommt er eine dichte, funktionierende Atmosphäre, die den Film von Anfang bis Ende trägt. Verstärkt wird der positive Eindruck zudem durch die unterkühlten Aufnahmen der New Yorker Metro. Dass Midnight Meat Train trotz seiner angenehmen Geradeheraus-Attitüde kein wirklich harter Schocker geworden ist, liegt zu einem Großteil an Kitamuras comichafter Inszenierung. Einige Szenen bewegen sich zwar hart an der Schmerzgrenze, werden jedoch durch allzu übertriebene Splattereinlagen und kreativ eingesetzte Stilmittel, wie einige ungewöhnliche Point-of-View-Einstellungen, wieder relativiert. Der Cast kann weitgehend überzeugen. Einziger Kritikpunkt ist Metzger Vinnie Jones. Seine imposante Statur scheint zwar maßgeschneidert für den Film, alles in allem wirkt er nichtsdestotrotz ein wenig ausdrucksschwach und farblos.

Midnight Meat Train ist ein Film, der nicht viel will, außer seinen Zuschauern 90 unterhaltsame Minuten zu bescheren. Das gelingt ihm sehr ordentlich. Ein Umstand, den Kitamuras Film schon mal 80% seiner heutigen Genrekollegen voraus hat. (8/10 Punkten)


Neustart des Blogs

Lang ist’s her. Mittlerweile ruht der Blog seit über fünf Monaten. Nun habe ich den guten Vorsatz gefasst, wann immer es mir möglich ist, wieder aktiv zu werden. Das bedeutet, dass es künftig wieder längere Filmbesprechungen, Kurzkritiken, Buchvorstellungen und auch aktuelle News geben wird. Ich hoffe, dass mein Blog wieder den einen oder anderen Leser finden wird. Ich freue mich jedenfalls auf die künftige Arbeit. Schon der erste Post fühlt sich nach zu Hause an.

Montag, 20. Oktober 2008

Inglourious Bastards - Erstes Bild vom Set

Herr Pitt beim Posieren für seinen neuen Streifen. Bin auf das Endprodukt gespannt!



Quelle: ComingSoon.net

Samstag, 18. Oktober 2008

TV-Tipps (18.10. - 24.10.2008)

Samstag, der 18.10.2008
  • 22:25: 12 Monkeys (ARD)
  • 00:35: Die Flucht von Alcatraz (Kabel1)
  • 01:30: French Connection 2 (SAT.1)

Sonntag, der 19.10.2008
  • 20:15: X-Men 2 (RTL)
  • 20:15: Flight Plan (PRO7)
  • 20:40: The Doors (ARTE)
  • 22:15: Panic Room (PRO7)
  • 00:15: Scarface (NDR, geschnitten)

Montag, der 20.10.2008
  • 20:15: Die Simpsons (PRO7)
  • 20:45: Die Simpsons (PRO7)

Dienstag, der 21.10.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:50: L.A. Crash (RBB)
  • 00:00: Die Stunde des Jägers (BR)
  • 00:30: Im Westen nichts Neues (NDR)

Mittwoch, der 22.10.2008
  • 20:15: Die Fliege (Das 4.)
  • 22:25: Virtuosity (Kabel1, geschnitten)

Donnerstag, der 23.10.2008
  • 23:15: Sabata (HR)

Freitag, der 24.10.2008
  • 20:15: James Bond 007 - GoldenEye (PRO7)
  • 20:15: Wenn der Postmann zweimal klingelt (Das 4.)
  • 22:25: Die letzte Metro (3SAT)
  • 22:55: Universal Soldier (RTL2)

Mittwoch, 15. Oktober 2008

L.A. Confidential


Schattenseiten.

Klatsch und Tratsch gleicht einem Volkssport. Die Menschen absorbieren Gerüchte und verbreiten sie weiter. Sie lieben ihren dreckig-anrüchigen Mief - so lange dieser nicht von der eigenen schmutzigen Wäsche herrührt. Je abgründiger, desto besser. Homosexualität, Kommunismus, Drogenmissbrauch und Gewaltverbrechen sind der Stoff, aus dem im Hollywood Mitte des 20. Jahrhunderts tiefschwarze Klatsch-Alpträume für so manche prominente Persönlichkeit gewoben worden sind. Die einen verpuffen noch ehe ihr Klang verhallt ist, andere hingegen haften hartnäckig. Alles streng vertraulich und „Hush-Hush“. Selbstverständlich! L.A. Confidential (1997), basierend auf dem gleichnamigen Mammutwerk des wortgewaltigen Kriminalautors James Ellroy, präsentiert solch ein düsteres Alptraumnetz aus Verbrechen und Klatsch - die Film bzw. im eigentlichen Sinne Buch gewordene Antithese zur vordergründigen Glamourwelt der Traumfabrik Hollywood.

Wem James Ellroys Roman ein Begriff ist, der weiß, um welch komplexe - für eine Adaption denkbar ungeeignet vielschichtige - Vorlage es sich bei „L.A. Confidential“ handelt. In diesem Kontext ist Brian Helgelands Verdienst am Script umso höher einzustufen. Er präsentiert ein Paradebeispiel dafür, wie man aus einer diffizilen Vorlage mit scheinbar chirurgischer Akribie ein kleines Juwel zu Tage fördert. Sicher, Details gehen hier und da verloren und auch der eine oder andere Subplot muss auf der Strecke bleiben. Im Großen und Ganzen ist dies jedoch mehr als gut zu verschmerzen. Es zählt die ausgewogene Balance, welche Helgeland besonders im Hinblick auf den nötigen Entfaltungsraum der drei Protagonisten Edmund Exley, Jack Vincennes und Wendell ’Bud’ White herauskristallisiert hat.

Ein Restaurant-Massaker wird für diese drei grundverschiedenen Charaktere zur Feuerprobe. Jeder mit eigenen Lastern und Schwächen, die er zu schultern hat, gerät auf individuelle Weise in den gleichen Strudel aus Korruption, Mord und Erpressung. Scheinbar zufällige Ereignisse gewinnen in einem übergeordneten Kontext an Bedeutung, geschickt werden Querverbindungen aufgebaut, welche sich schlussendlich zu einem perfekt verwobenen Verbrechensmosaik zusammenfügen. Aus dieser nonchalanten Beiläufigkeit L.A. Confidential zu erzählen, gewinnt der Film seinen ungeheuer starken Reiz und eine nicht zu unterschätzende Bodenständigkeit. Nichts an der Story wirkt erzwungen oder überkonstruiert, nur damit am Ende eine imaginäre Rechnung aufgehen kann. Stattdessen hat der Zuschauer das angenehme Gefühl einer natürlichen Entwicklung, die gar keine anderen Wege hätte einschlagen können, beizuwohnen.

L.A. Confidential ist nicht nur eine Huldigung, eine perfekt inszenierte Reminiszenz in Spielfilmlänge – „L.A. Confidential“ ist reiner Film Noir. Die Handlung, ihre Charaktere, ebenso das gesamte Setting atmen im Sekundentakt den schmutzigen Staub der großen Brüder aus den frühen Tagen Hollywoods – nur vielleicht noch ein Stück weit düsterer, noch dichter und undurchschaubarer gestrickt. Zweifelsohne war in einigen frühen Vertretern der Schwarzen Serie eine klare Rollenverteilung bis zu einem gewissen Grad auch nicht stets gegeben (On Dangerous Ground (1952), Asphalt Jungle (1950)), aber so weit ins Herz der Finsternis wie Regisseur Curtis Hanson dürfte sich bisher kaum jemand gewagt haben, was zumindest unter den damaligen Umständen, bedenkt man u. a. die Reglementierungen des Production Codes, auch nicht weiter verwundert. Sicherlich ließ man zu damaligen Zeiten bevorzugt klar definierte Fronten aufeinanderprallen (Crossfire (1947), The Racket (1951), The Narrow Margin (1952) oder Crime Wave (1954)), um der Gerechtigkeit am Ende mit Hilfe eines strahlenden Helden zu ihrem Recht zu verhelfen.

Dass dies bei L.A. Confidential (und sicherlich anderen Vertretern in abgeschwächterem Maße) nicht der Fall ist, verleiht dem Film und insbesondere seinen Charakteren ihre besondere Anziehungskraft und Vitalität. Der Reiz des Verbotenen schenkt der Geschichte, explizit in Bezug auf den unberechenbaren ’Bud’ White, die emotional stärksten Szenen, welche sich hier evident aus seinen Schwächen entwickeln. Seine Überfürsorge für misshandelte Frauen in Verbindung mit dem exzessiven Hang zur Gewalt versetzen den Zuschauer bereits zu Beginn des Films in starke emotionale Anspannung, die durch geschickt gesetzte Stützpunkte (u.a. die „Bloody Christmas-Schlägerei, Whites wiederholte Konfrontationen mit dem verhassten Ed Exley oder sein Alleingang bei der Befreiung des mexikanischen Mädchens) über die gesamte Spielzeit aufrecht erhalten werden kann. White gelingt es auf süffisante Art, den Zuschauer als Komplizen zu gewinnen und erschreckend leicht für sich zu vereinnahmen. Obwohl er zumindest in der ersten Hälfte nichts weiter als ein Hooligan mit Dienstmarke zu sein scheint, wirken er und seine Taten anziehend. Taten, die objektiv jenseits des Guten liegen, subjektiv aber gefährlich starke Genugtuung bereiten. Aus rein persönlicher Sicht lässt sich deshalb konstatieren, dass ’Bud’ wohl der interessanteste Charakter des Dreiergespanns ist - sowohl in der grandiosen Romanvorlage als auch in Hansons/Helgelands kongenialer Adaption. Dafür prädestinieren ihn sowohl eine kompromisslose Geradeheraus-Attitüde als auch die äußerst subtil eingewobene Charakterentwicklung, die den Bogen vom tumben, aber doch naiv-gutherzigen Prügelknaben zum selbstständig ermittelnden Cop schlägt. (Vielleicht eine direkte Symbiose aus Sterling Haydens Filmcharakteren Dix Handley (Asphalt Jungle) und Det. Lt. Sims (Crime Wave)?! Jedenfalls bestehen vom Typus her zwischen Hayden und Crowe nicht von der Hand zu weisende Parallelen.)

Brian Helgeland ist es hoch anzurechnen, dass er die psychologischen Charakterisierungen und die Vielschichtigkeit der Figuren vorlagengetreu übernommen und filmgerecht verarbeitet hat. Nicht nur White, sondern ebenso die Kollegen Ed Exley und Jack Vincennes bieten im Film genügend Material für eine differenzierte Betrachtung. Der Zuschauer kommt in den Genuss die Charaktere mit verstreichender Zeit besser kennen und verstehen zu lernen. Verhaltensmotivationen werden nicht plump in den Raum geworfen, sie werden beiläufig dargeboten, was seinen Anteil zu der bereits zuvor geschilderten, natürlich erscheinenden Entwicklung des Stoffes beiträgt.

Neben der inhaltlichen Ebene ist ebenso das Formale über jeden Zweifel erhaben. Ein Umstand, der den Freund des klassischen Noir-Kinos beim Anblick von Setting und Requisiten das Herz schneller schlagen lässt. Würde man dem Bild seine Farben entziehen, ließe sich keinerlei Unterschied zwischen den klassischen Noir-Vertretern und diesem Neo-Noir ausmachen. Einen großen Anteil an der superben Visualisierung hat ohne Zweifel Kameramann Dante Spinotti, welcher L.A. Confidential mit Hilfe unterschiedlichster Stilmittel zur optischen Perfektion verhilft. Die technische Ebene wird zum Spiegel des Narrativen, was eine unheimlich effektvolle Direktheit, deren Wirkung in jeder Sekunde bis zum Maximum ausgekostet wird, aufbaut.

L.A. Confidential verdient ohne Zweifel seinen Ruf als beste Ellroy-Umsetzung und sticht damit andere Adaptionsversuche wie den inakzeptablen Cop (1988), basierend auf Ellroys erstem Teil der wuchtigen Lloyd-Hopkins-Trilogie, genauso wie Brian De Palmas mittelmäßigen Black Dahlia (2006) problemlos aus. Die inhaltliche Dichte wird ohne große Probleme filmgerecht komprimiert. Der kantige Stil und die Rauheit der Vorlage finden sich kompromisslos umgesetzt. Abgerundet wird das Gesamtpaket schließlich noch durch einen hervorragenden Cast, welcher u. a. mit Höchstleistungen von Russel Crowe, Kevin Spacey und Kim Basinger aufwarten kann (10/10 Punkten).


Sonntag, 12. Oktober 2008

TV-Tipps (11.10. - 17.10.2008)

Samstag, der 11.10.2008
  • 20:15: Der ewige Gärtner (SAT.1)
  • 22:15: Matrix (RTL2)
  • 23:20: Scarface (RBB, geschnitten)
  • 00:25: Die letzte Nacht des Boris Gruschenko (MDR)
  • 01:55: French Connection (SAT.1)

Sonntag, der 12.10.2008
  • 20:15: The Da Vinci Code - Sakrileg (PRO7)
  • 00:15: Die schwarze Dahlie (NDR)
  • 00:20: True Romance (Kabel1)

Montag, der 13.10.2008
  • 20:15: Die Simpsons (PRO7)
  • 22:15: Im Körper des Feindes (ZDF)

Dienstag, der 14.10.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 00:30: Die Spur des Fremden (SWR)

Mittwoch, der 15.10.2008
  • 23:00: Die Verurteilten (SWR)
  • 23:30: Mississippi Burning (HR)

Donnerstag, der 16.10.2008
  • 20:15: Fluchtpunkt San Francisco (Das 4.)

Freitag, der 17.10.2008
  • 20:15: Die Rückkehr der Jedi-Ritter (PRO7)
  • 01:45: Ein Köder für die Bestie (RBB)

Samstag, 4. Oktober 2008

TV-Tipps (04.10. - 10.10.2008)

Samstag, der 04.10.2008
  • 00:15: Der unauffällige Mr. Crane (WDR)
  • 00:40: Kalifornia (ARD)

Sonntag, der 05.10.2008
  • 20:15: Die Bourne Verschwörung (RTL)
  • 00:10: Django (3SAT, geschnitten)

Montag, der 06.10.2008
  • 20:15: Die Simpsons (PRO7, NEUE FOLGEN)

Dienstag, der 07.10.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 03:00: Plan 9 from Outer Space (ARTE)

Donnerstag, der 09.10.2008
  • 22:05: Rambo (VOX)
  • 23:50: Nur die Sonne war Zeuge (ARTE)

Freitag, der 10.10.2008
  • 20:15: Das Imperium schlägt zurück (PRO7)
  • 20:15: Easy Rider (Das 4.)
  • 22:20: Matrix (RTL2)

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Frontier(s)


Frankreich hat sich in den letzten Jahren als recht kompetente Anlaufstelle für den begierigen Gorehound erwiesen. Dass dabei nicht alles Glänzende auch Goldstatus für sich beanspruchen darf, beweist nach gelungenen Genre-Produktionen wie Alexandre Ajas High Tension (2003) ein Film jüngerer Generation: Frontier(s) – ein uninspirierter Zwitter irgendwo zwischen Texas Chainsaw Massacre und Hostel.
Nach einem fehlgeschlagenen Raubüberfall flieht eine Gruppe junger Krimineller aus dem von Unruhen gebeutelten Paris. Ihr Ziel: ein ruhiger Ort nahe der belgischen Grenze, wo man untertauchen will, bis sich die Wogen glätten. Das kleine Hotel, in dem sie absteigen, führt sie jedoch auf direktem Weg vom Regen in die Traufe, denn bei den Besitzern handelt es sich um eine inzestuös-sadistische Nazifamilie, die sich dort nach Ende des 2. Weltkrieges angesiedelt hat.

Zugegeben, Frontier(s) überschreitet Grenzen, wahrscheinlich jedoch gänzlich andere als von Regisseur Xavier Gens intendiert. Schneller, höher, weiter oder: kränker, dreckiger und blutiger. So in etwa muss die inoffizielle Maxime gewesen sein. Doch gewollt, ist noch lange nicht gekonnt und deshalb geht die Grenzverschiebung eher in Richtung unfreiwilliger Komiker und mangelnder Kreativität seitens des Drehbuchs. Man muss sich nur einmal vor Augen führen, wie wild und ungeniert bei den amerikanischen Genrekollegen (die bisweilen auch nicht wesentlich besser sind) gewildert wird. Billige Klischees bleiben dabei nicht außen vor und werden gleich umunwunden mitverwurstet. Ganz böse und unfreiwillig komisch ist die Porträtierung der Nazifamilie, der man sogleich jede Stereotype, die man irgendwo aufgabeln konnte, zu Eigen gemacht hat.
Vollkommen unpointiert und nur von vermeintlichen Ekel- und Gewaltszenen (die immerhin solide umgesetzt wurden) getragen, dümpelt Frontier(s) orientierungslos bis zum Finale vor sich hin. Den Gorehound wird’s vielleicht freuen, jeder der zumindest ein wenig Spannung, Geschichte oder ein bisschen Pepp in Bezug auf die Inszenierung wünscht, sollte sich woanders umsehen. (3/10 Punkten)

P.S.: Besonderes Highlight des Films sind die in der französischen Originalfassung eingestreuten, deutschen Sätze des Familienoberhaupts. Schön lächerlich.

Samstag, 27. September 2008

Wanted (2008)

Die kreativen Köpfe der Filmindustrie, insbesondere jene des Actiongenres, sind scheinbar ständig gezwungen, sich gegenseitig zu übertrumpfen und mit immer neuen Schauwerten zu glänzen. Logisch, oftmals haben die Machwerke auch nicht wesentlich mehr im Gepäck, womit sie punkten könnten. Da wird dem Auge des Zuschauers schon mal mehr Aufmerksamkeit geschenkt als dem zentralen Denkorgan. Ein weiterer Aspirant dieser Sorte ist „Wanted“ (2008)- Timur Bekmambetovs („Nochnoy dozor“, „Dnevnoy dozor“) US-amerikanisches Spielfilmdebüt.
Die Story desselben ist kurz erzählt: Loser Wesley Gibson erhält die Nachricht vom Tod seines Vaters. Dies allein reicht sicherlich schon aus, um jemanden gehörig aus der Bahn zu werfen, doch es kommt noch dicker. Ihm wird offenbart, dass sein Vater ein Profikiller der ganz harten Sorte war. Nun ist es an Wesley in die Fußstapfen seines alten Herrn zu treten und die Jagd auf dessen Killer zu eröffnen.
In Petto hat Bekmambetov ein bemerkenswert substanzloses Machwerk mit einem zum Teil (ehrlicherweise zugegebenen) nicht zu unterschätzenden Unterhaltungsfaktor, welcher jedoch insbesondere zu Anfang noch stark um die Oberhand zu kämpfen hat. Der Feind: ein oftmals absolut nervig-selbstzweckhafter Einsatz optischer Stilmittel in Kombination mit einer pseudozynischen Einführung des ungeheuer unsympathischen Standard-Losers Wesley Gibson. Sind diese Querelen erst einmal überstanden, darf sich der geneigte Zuschauer an massig spektakulären Actionszenen ergötzen, die durchaus imposant geraten sind. Der typische Wermutstropfen: das Gebotene wirkt selbst für eine Comicadaption, ja selbst für ein Comicuniversum, wo schließlich so einiges erlaubt ist, derart lächerlich und überzogen, dass man einerseits zwar kaum aus dem Staunen herauskommt, sich andererseits hinterher nichtsdestotrotz vollkommen ungesättigt fühlt. Ein bemerkenswert ambivalentes Gefühl, welches dieser Film hervorzurufen vermag.
Um dieses Gefühl jedoch beim Zuschauer so weit wie möglich einzudämmen, hat man sich im Script auf Bewährtes besonnen. Deshalb darf natürlich beispielsweise Wesleys Training, welches ihn vom Bürohengst zum Superkiller macht, in aller Breite ausgewalzt werden. Der Weg ist das Ziel… oder wie war das doch gleich?! Das einzige Plus, was „Wanted“ diesbezüglich jedoch einheimsen kann, ist die frische Rohheit im Umgang mit Wesley, dem man es irgendwie gönnt. Fragt man am Ende nun nach der Moral von der Geschichte, so kann sie nur lauten: Verlasse dich auf einen Webstuhl und du wirst sehen, wo dich das hinführt. 5/10 Punkten.


TV-Tipps (27.09. - 03.10.2008)

Samstag, der 27.09.2008
  • 20:15: Tim Burton's Corpse Bride (TELE5)
  • 22:00: Nightmare - Mörderische Träume (TELE5)
  • 23:50: Nightmare 2 - Die Rache (TELE5, geschnitten)
  • 23:10: Das Boot - Director's Cut (ARD)

Sonntag, der 28.09.2008
  • 20:15: Ocean's Eleven (RTL)
  • 20:15: Star Wars: Episode 3 - Die Rache der Sith (PRO7)
  • 00:00: Avanti, Avanti (BR)
  • 00:20: Leben und Sterben in L.A. (Kabel1)

Montag, der 29.09.2008
  • 01:00: Die Brücke (PRO7)

Dienstag, der 30.09.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 02:45: Getrennt von Tisch und Bett (ARD)

Mittwoch, der 01.10.2008
  • 23:20: Misfits - Nicht gesellschaftsfähig (RBB)
  • 00:50: Belle de jour - Schöne des Tages (ARTE)

Donnerstag, der 02.10.2008
  • 21:00: Gegen die Wand (ARTE)
  • 21:45: Der Pakt der Wölfe (VOX)
  • 22:25: Die Reise des jungen Che (3SAT)

Freitag, der 03.10.2008
  • 20:15: Krieg der Sterne - Special Edition (PRO7)
  • 22:15: Der Soldat James Ryan (SAT.1)
  • 23:00: Blade (PRO7, geschnitten)
  • 23:15: Sprich mit ihr (3SAT)
  • 00:55: Der zerrissene Vorhang (ARD)

Pünktlich zur dunklen Jahreszeit: The Dark Knight (RC1)

Mein persönliches Hightlight des Spätsommers '08 erhält am 09. Dezember pünktlich zur dunklen Jahreszeit - und vor allem zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft - seinen RC1- Veröffentlichungstermin in den Staaten. Christopher Nolans "The Dark Knight" wird, wie mittlerweile üblich im Blockbuster-Segment, als Einzelveröffentlichung und 2-Disc-Set erhältlich sein.

Folgende Exras wurden auf DVDTimes.co.uk bisher für die Blu-ray-Variante bestätigt:
  • Batman Tech – The incredible gadgets and tools
  • Batman Unmasked: The Psychology of The Dark Knight – Delve into the psyche of Bruce Wayne and the world of batman through real-world psychotherapy
  • Gotham Tonight – 6 episodes of Gotham Cable’s Premier News Program
  • The Galleries – The Jokes Cards, Concept Art, Poster Art, Production Stills, Trailers & TV Spots



Quelle: DVDTimes.co.uk

Montag, 22. September 2008

Gerüchteküche: Predator-Sequel?!


John Davis, Produzent der beiden Predator-Filme, heizt die Gerüchteküche um einen möglichen dritten Teil des Monsterspektakels an. So fabuliert er in einem Interview mit Collider.com über die Möglichkeiten einer weiteren Fortsetzung. Das Essentielle an diesem Gerücht dürfte folgendes Zitat des Produzenten sein.

"Well, the Governor (Arnold Schwarzenegger) has mentioned to me that when he ceases to be Governor, if he doesn’t run for the Senate and all of that stuff, he’d like to do a movie or two again. And I don’t know, maybe we could restart the Predator franchise," he tells Collider"

Da obige Aussage jedoch noch zusätzlich ein dickes "Wenn" mit sich bringt, sollte dieses Gerücht mit besonderer Vorsicht genossen werden. Schön wäre es sicherlich, nur wird erst die Zeit zeigen, was dahinter steckt.

Quelle: Collider.com

Sonntag, 14. September 2008

TV-Tipps (13.09. - 19.09.2008)

Samstag, der 13.09.2008
  • 20:15: Open Range - Weites Land (Sat.1)
  • 23:10: Der weiße Hai (ARD)
  • 00:00: Scarface (WDR, geschnitten)

Sonntag, der 14.09.2008
  • 20:50: Der letzte Kaiser (ARTE)
  • 00:20: Der Glöckner von Notre-Dame (SWR)
  • 01:15: Infam (ARD)

Montag, der 15.09.2008
  • 21:00: Fieber im Blut (ARTE)
  • 22:50: Ran (MDR)

Dienstag, der 16.09.2008
  • 20:15: Der Staatsfeid Nr. 1 (Kabel1)
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 23:00: Unter dem Sand (NDR)
  • 00:20: Jurassic Park (ARD)

Mittwoch, der 17.09.2008
  • 00:35: Oldboy (ARD)

Donnerstag, der 18.09.2008
  • 22:45: Die Stunde des Jägers (ARD, geschnitten)

Freitag, der 19.09.2008
  • 22:05: Eraser (RTl2)
  • 23:45: Plan 9 from Outer Space (ARTE)

Dienstag, 2. September 2008

Prison Break Season 4 - Die ersten Bilder + News

Auf Serienjunkies.de gibt es die ersten Bilder zur am 01.09.2008 in den USA gestarteten, vierten Staffel der Serie "Prison Break". Die Zuschauer, die noch nicht mit den Geschehnissen der dritten Staffel vertraut sind, seien an dieser Stelle vor einigen Spoilern gewarnt!
Des Weiteren findet sich auf Serienjunkies.de ein aufschlussreiches Interview mit dem Hauptdarsteller Wentworth Miller, welcher über die jüngsten Entwicklungen der vierten Staffel spricht.

Freitag, 29. August 2008

Dangerous Crossing


Kein dunkler Großstadtmoloch bevölkert von Gangstern, Zuhältern und verführerischen Damen, die den Männern mit ihren Reizen den Kopf verdrehen. Keine Detektive, die mit rüden Manieren und schnoddriger Schnauze ihren Fällen bis zum bitteren Ende nachgehen. Stattdessen ist die Location ein Schiff - ein ziemlich untypischer Ort für den sonst so stark an Asphalt gebundenen Film Noir – und die Protagonistin eine jung verheiratete Frau, die sich in „Dangerous Crossing“ (1953) auf die Suche nach ihrem Ehemann begibt.
Es sollte eigentlich eine Kreuzfahrt ins Glück werden, auf die sich die frisch Vermählte Ruth mit ihrem Gatten John Bowman begibt. Alles scheint perfekt, doch wie so oft besitzen natürlich solche Situationen das Potential für die größten Alpträume. John Bowman verschwindet kurz nach Betreten des Schiffes ohne jegliche Spur. Auf der Suche nach ihrem Mann droht Ruth immer stärker in Wahnzustände abzugleiten, denn dieser taucht weder auf der Passagierliste noch sonst irgendwo an Bord auf. Was ist passiert? Ist John entführt worden oder entspringt doch nur alles Ruths wilder Fantasie?
Der aus dem Hause 20th Century Fox stammende „Dangerous Crossing“ spielt nicht unbedingt in der Spitzenliga der Schwarzen Serie mit, kann aber zweifelsohne in seinem Milieu mehr als nur überzeugen. Der Film strahlt Frische und eine belebende Vitalität aus, die er sich über die volle Spielzeit bewahren kann. Die Geschichte ist zwar relativ simpel gestrickt, doch die zentrale Frage „Was ist mit Ruths Ehemann geschehen?“ wurde dramaturgisch packend aufbereitet und zieht den Zuschauer in seinen Bann. Hobby-Detektive werden hier zum fröhlichen Mitraten eingeladen, denn auch der Zuschauer wird bis zu letzt ohne Hinweise im Dunkeln gelassen. Misstrauen und Zweifel gegenüber Ruth werden geschickt gestreut und lassen jede nur denkbare Möglichkeit offen. Auch wenn der Film insgesamt eher gemächlich inszeniert ist, gelingt es trotzdem ohne Mühen einen starken Spannungsbogen einzuweben, der den Zuschauer erwartungsvoll in Richtung Auflösung blicken lässt. In optischen Belangen erweist sich „Dangerous Crossing“ genauso nebulös wie seine Story. Dichte Nebelschwaden ziehen in s/w über die nächtlichen Decks des Luxusliners, kreieren dabei eine atmosphärische Gänsehaut, die dem Film zweifelsohne gut zu Gesicht steht. (8/10 Punkten)

TV-Tipps (30.08. - 05.09.2008)

Samstag, der 30.08.2008
  • 20:15: Arlington Road (RTL2)
  • 22:40: Falling Down - Ein ganz normaler Tag (Kabel1)
  • 23:15: West Side Story (HR)

Sonntag, der 31.08.2008
  • 20:15: Men in Black (PRO7)
  • 20:15: Blow (RTL2)
  • 22:25: Bad Boys - Harte Jungs (PRO7, geschnitten)
  • 22:40: Angel Heart (TELE5)
  • 23:15: Gilda (BR)
  • 23:35: Broken Flowers (ARD)
  • 00:15: Dark City (Kabel1)

Montag, der 01.09.2008
  • 23:50: Amores Perros (HR)

Dienstag, der 02.09.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 00:20: Kap der Angst (ARD)
  • 02:25: Misfits - Nicht gesellschaftsfähig (ARD)

Mittwoch, der 03.09.2008
  • 20:15: Cop Land (Kabel1)
  • 00:35: Madame de... (ARD)

Donnerstag, der 04.09.2008
  • 20:15: Nicht auflegen! (VOX)
  • 23:15: Django (HR, geschnitten)

Freitag, der 05.09.2008
  • 20:15: Men in Black 2 (PRO7)
  • 22:00: Lock Up (TELE 5, geschnitten)
  • 01:15: Der Pate (1) (ARD)
  • 02:50: Der Pate (2) (ARD)

Freitag, 22. August 2008

"Film als Kunst" von Rudolf Arnheim


Film als Kunst von Rudolf Arnheim.


Über 75 Jahre alt und doch kein bisschen müde: Das 1932 in Berlin erschienene „Film als Kunst“ des Medientheoretikers Rudolf Arnheim hat über die Jahre fast nichts von seiner Aktualität verloren. Einzig die zeitgeschichtlichen Begleitumstände haben sich weiterentwickelt. Während der damalige Film noch stark unter seinem Ruf als Jahrmarktsattraktion zu leiden hatte und aufgrund seines vermeintlich reproduzierenden Charakters nicht als Kunstform angesehen wurde, dürfte dieses Thema anno 2008 weitestgehend vom Tisch sein. Doch verharren wir noch einen Moment bei den Anfängen, denn die Verweigerung Film als Kunstform anzusehen, ist schließlich der Grund, dass „Film als Kunst“ überhaupt existiert. Rudolf Arnheim untersucht darin mit bestechender Logik verschiedenste Eigenschaften des Mediums (bspw. die fehlende Raumwirkung bzw. Flächigkeit des Filmbildes im Gegensatz zur dreidimensionalen Realität) und analysiert nachvollziehbar die kreativen Gestaltungsmöglichkeiten (Wahl des Blickwinkels, Entfernung zum Objekt etc.), welche die Arbeit mit der Filmkamera mit sich bringen. Seine selbst gestecktes Ziel: All jene Skeptiker, die im Medium Film lediglich eine Reproduktion der Wirklichkeit sehen, mit klaren Argumenten Lügen zu strafen. Viele Gedankengänge bestechen dabei vor allem durch ihre äußerst souveräne sprachliche Präsentation, die das Buch zu einem flüssigen Lesegenuss machen. Man muss kein Studium der Medienwissenschaften absolviert haben, um Arnheims Diskurs folgen zu können. Doch sollte diese Tatsache keinesfalls über die inhaltliche Komplexität von „Film als Kunst“ hinwegtäuschen. Aber was macht dieses Buch nun für heutige Generationen so interessant? Heute ist es weniger Arnheims Versuch, seine Leserschaft von der Tatsache zu überzeugen, dass Film eine Kunstform ist. Es ist vielmehr das schlichte Aufzeigen verschiedenster künstlerischer Gestaltungsmöglichkeiten/-aspekte, losgelöst von Arnheims ursprünglicher Intention. Es ist das Formulieren von allgemeingültigen Beobachtungen, die sowohl für kreative Köpfe als auch den schlichtweg interessierten Laien interessant sind. „Film als Kunst“ ist für jeden, der sich für Medientheorien begeistern kann, mehr als nur eine Empfehlung! (10/10 Punkten)

TV-Tipps (23.08. - 29.08.2008)

Sonntag, der 24.08.2008
  • 20:15: Walk the Line (RTL)
  • 20:40: Über den Dächern von Nizza (ARTE)
  • 23:30: GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia (ARD)
  • 00:00: Einsatz im Nordatlantik (3SAT)

Dienstag, der 26.08.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL, NEUE FOLGEN!)
  • 22:15: Monk (RTL, NEUE FOLGEN!)
  • 22:30: Wie ein wilder Stier (WDR)
  • 23:30: Die durch die Hölle gehen (SWR)

Mittwoch, der 27.08.2008
  • 22:30: Slither - Voll auf den Schleim gegangen (RTL2)

Donnerstag, der 28.08.2008
  • 22:40: Ricochet - Der Aufprall (VOX, geschnitten)
  • 22:45: Die schwarze Dahlie (ARD)

Freitag, der 29.08.2008
  • 00:45: Irrgarten des Schreckens (WDR)

Dienstag, 19. August 2008

Battle Royale

Was geschieht, wenn die Gesellschaft stetig weiter zerfällt und die Erziehung der rebellierenden nächsten Generation immer stärker aus dem Ruder zu laufen droht? Es werden Gesetze erlassen wie der „Battle Royale Act“, der vorsieht, dass eine ausgesuchte Klasse von Delinquenten auf einer geräumten Insel ein zynisches Spiel auf Leben und Tod zu absolvieren hat. Die Regeln sind einfach: Töte, um zu überleben. Denn nur die Person, die innerhalb eines gesetzten Zeitlimits auch den letzten Klassenkamerad getötet hat, kommt mit heiler Haut davon, wird zum Gewinner des „Königlichen Kampfes“.
Kinji Fukasakus „Battle Royale“ (2000) ist eine erschütternde, unbeschreiblich intensive Erfahrung. Vordergründig beruhen diese Empfindungen sicherlich auf der expliziten Darstellung des gnadenlosen Kampfes zwischen den Schülern. „Battle Royale“ funktioniert als harter Actionfilm ohne Zweifel perfekt. Die Inszenierung fährt fast durchgängig ein unglaublich hohes Tempo, was den Zuschauer zwischen den Kämpfen kaum zur Ruhe kommen lässt. Die Action wird vollmundig kredenzt und ist für den Freund derber Kost genau das Richtige. Doch genügen diese Kriterien allein, um aus dem Film das aufwühlende Meisterwerk zu machen, das er ist? Wohl kaum. Den eindringlichsten Beweis dafür erbringen Filme, wie Scott Wipers ähnlich angelegter „Die Todeskandidaten“(2007). Ein Kratzen an der Oberfläche von „Battle Royale“ hingegen lohnt sich. Zu Tage tritt ein bitterböser und ungeschönter Spiegel der Gesellschaft, der elementares, menschliches Verhalten anhand einer 40-köpfigen Schulklasse, die sich dem Tod gegenüber sieht, analysiert. Dabei tritt die Frage nach der wahren Natur des (unzivilisierten) Menschen in den Fokus. Was von unserem alltäglichen Verhalten sind wir selbst und was davon geht auf soziale bzw. zivilisatorische Zwänge und Reglementierung zurück? Erst der Überlebenskampf auf der Insel ermöglicht einen Blick hinter die Fassade, wenn etwa ein ausgespannter Freund zur Ursache eines Blutbades wird. Für jeden Schüler wird obige Frage gestellt – jedes Mal erhält man eine individuelle Antwort. Neid, Misstrauen und Angst werden zum Funken, der alle Fassaden sprengt. Zumindest dort, wo sie nicht schon bereits gefallen sind. Den einzigen Vorwurf, den man Fukasakus Film machen könnte, ist, dass er zumindest bei der Erstsichtung kaum Zeit lässt, um großartig über solche Aspekte nachzudenken. Dies ist jedoch ein Zugeständnis, dass man als Zuschauer gerne akzeptiert, wenn das Resultat eine solch überzeugende Mischung aus Unterhaltungsfilm und Tiefgang ist. (10/10 Punkten)

Montag, 18. August 2008

Transformers 2: Revenge of the Fallen

Auf MoviesOnline.ca sind die ersten Teaser-Poster zur kommenden Fortsetzung des letztjährigen Sommer-Blockbusters "Transformers" erschienen. Titel: Transformers 2: Revenge of the Fallen. Hoffentlich gelingt dem Bay noch einmal solch ein "Gute-Laune-Vehikel" wie im Jahr 2007!




Quelle: MoviesOnline.ca

Samstag, 16. August 2008

TV - Tipps (16.08. - 22.08.2008)

Samstag, der 16.08.2008
  • 20:15: Jarhead - Willkommen im Dreck (RTL)
  • 22:25: Wolf Creek (PRO7, geschnitten, Wdh.: 02:00)

Sonntag, der 17.08.2008
  • 23:30: 1900 - Gewalt, Macht, Leidenschaft (1)
  • 02:10: 1900 - Kampf, Liebe, Hoffnung (2)

Montag, der 18.08.2008
  • 23:15: Der Clou (SWR)

Dienstag, der 19.08.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 23:00: Der Mieter (3SAT)
  • 23:30: Einer flog über das Kuckucksnest (SWR)
  • 00:45: Oklahoma Kid (WDR)

Mittwoch, der 20.08.2008
  • 22:55: Wie ein wilder Stier (RBB)
  • 23:00: Rocky (SWR)
  • 01:00: Wege zum Ruhm (HR)

Donnerstag, der 21.08.2008
  • 00:05: Casino (ARD)

Freitag, der 22.08.2008
  • 20:15: Million Dollar Baby (PRO7)
  • 22:30: Der Tod und das Mädchen (3SAT)
  • 00:15: Die Rache des Toten (WDR)

Austin Powers an Bord von "Inglorious Bastards"

Die News der letzten Tage und Wochen waren gespickt mit dem Namen Tarantino. Tarantino hier in Berlin gesehen, Tarantino dort bei Verhandlungen mit Schauspieler XYZ erspäht. Der Grund des aktuellen Presserummels dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein: Quentins neuestes Projekt "Inglorious Bastards". Nachdem bereits schon einige prominente Namen im Cast aufgetaucht sind (u. a. Brad Pitt und Regiekollege Eli Roth), gesellt sich laut Berichten des Fachblattes Variety nun auch Komiker Mike Myers (Austin Powers 1-3) dazu. Dieser soll die Verkörperung des britischen Generals Ed Fenech übernehmen. Drehstart ist am 13.10.2008 in Deutschland.

Quelle: Variety.com

Samstag, 9. August 2008

TV - Tipps (09.08. - 15.08.2008)

Samstag, der 09.08.2008
  • 20:15: Der Schneider von Panama (Kabel1)
  • 20:15: An jedem verdammten Sonntag (VOX)
  • 22:20: Terminator 2 (RTL)
  • 22:25: Die Rocky Horror Picture Show (Kabel1)
  • 22:25: Musa - Der Krieger (RTL2)
  • 23:40: Rattennest (MDR)

Sonntag, der 10.08.2008
  • 20:45: Cleopatra (ARTE)
  • 23:15: Plötzlich im letzten Sommer (BR)

Dienstag, der 12.08.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 23:30: Sadistico (SWR)

Mittwoch, der 13.08.2008
  • 00:50: Wie ein wilder Stier (ARD)

Donnerstag, der 14.08.2008
  • 22:25: City of God (3SAT)

Donnerstag, 7. August 2008

"Francois Truffaut" von Antoine de Baecque/Serge Toubiana


Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Dies ist zweifelsohne nicht falsch. Oftmals erweist es sich jedoch als spannend, zu erfahren, was Wörter für ein Vermögen besitzen, wenn man sie nicht in direkte Konkurrenz zu Bildern setzt, sondern sie vielmehr über (laufende) Bilder berichten lässt. Aus diesem Grund möchte ich an dieser Stelle die neue Rubrik „Buchrezensionen“ einführen, die sich künftig mit dem Thema „Film in der Literatur“ beschäftigen wird. Die Spanne dafür ist weit bemessen: Drehbücher, Biographien, Filmvorlagen, theoretische Texte zur Filmgeschichte u. ä. Alles jenes findet in der neuen Rubrik seinen potentiellen Platz.



Francois Truffaut von Antoine de Baecque & Serge Toubiana

Die erste Empfehlung dieser neuen Rubrik hat sich ganz der Liebe verschrieben. Sowohl der Liebe zum Kino allgemein, als auch der Liebe zu einem großen Regisseur: Francois Truffaut, welchem Antoine de Baecques und Serge Toubiana mit ihrer schlicht „Francois Truffaut“ betitelten Mammut-Biographie ein überlebensgroßes Denkmal setzen. Aufwändig recherchiert und mit einem besonderen Blick für Details rekonstruieren sie Truffauts Lebensweg. Von den komplizierten Jugendjahren bis hin zu seinem frühzeitigen Tod im Jahr 1984 verknüpfen sie den Privatmenschen mit seinem filmischen Schaffen. Der Kampf als Filmkritiker gegen das „alte Qualitätskino“, der Überraschungserfolg seines Spielfilmerstlings „Sie küßten und sie schlugen ihn“ und die sukzessiv erfolgende Etablierung in der Filmbranche sind nur einige wichtige Etappen im Leben Truffauts, die das Gespann de Baecque/Toubiana vor den Augen des Lesers wiederauferstehen lässt. Neben einer wirklich gelungenen, von tiefem Verständnis zeugenden Biographie gelingt dem Autoren-Duo zeitgleich ein spannender Abriss des damaligen Kinos, insbesondere der aufkeimenden „Nouvelle Vague“. Godard, Rohmer, Rivette, Chabrol und Co. Alle sind sie mit von der Partie, sowohl als Teil des neuen französischen Films als auch von Truffauts Leben.

Ohne unnötige Überdramatisierung der Lebensgeschichte gelingt es dem Buch den Leser zu fesseln und für den Menschen Truffaut zu begeistern – für einen Menschen, der bei weitem kein einfacher Charakter war. Jedoch ein Charakter mit Charme, Anziehungskraft und Leidenschaft, was jede einzelne Seite der Biographie spüren lässt – ohne jedoch langweilig einseitig oder verklärend daherzukommen. Ein weiterer positiver Aspekt ist der lebendige und mitreißende Schreibstil bzw. eine gute deutsche Übersetzung des selbigen. Das Resultat: akute Suchtgefahr, die soweit führt, dass man das Buch nicht mehr freiwillig beiseite legen möchte. Abschließend bleibt zu sagen, in diesem Buch steckt soviel Liebe, dass man gar nicht anders kann, als ihm ebenso viel Liebe entgegen zu bringen. Die Magie des Buchs lässt Cinephilen schlicht keine andere Wahl, als sich gefangen nehmen zu lassen, um vielleicht hinterher die Welt des Films mit anderen Augen entdecken zu können. In Punkten wären es glatte 11/10 Punkten.

Samstag, 2. August 2008

TV - Tipps (02.08. - 08.08.2008)

Samstag, der 02.08.2008
  • 20:15: Kundun (BR)
  • 20:15: Papillon (Kabel1)
  • 22:25: Shaun of the Dead (RTL)
  • 23:10: Die Unbestechlichen (Kabel1)
  • 23:35: Der Schakal (RBB)

Sonntag, der 03.08.2008
  • 18:20: Der Hund von Baskerville (Das 4.)
  • 20:15: Die Mumie kehrt zurück (RTL)
  • 20:15: The Rock - Fels der Entscheidung (PRO7, geschnitten)
  • 23:30: Die Blechtrommel (ARD)
  • 02:00: Park Row (ARD)

Dienstag, der 05.08.2008

  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk
  • 22:30: Rocky (WDR)
  • 23:00: Pink Floyd at Pompeji (ARTE)
  • 00:25: Django (WDR, geschnitten)
  • 00:35: Die durch die Hölle gehen (ARD)

Donnerstag, der 07.08.2008
  • 20:15: Hot Shots! Der 2. Versuch (VOX)
  • 23:15: L.A. Crash (ARD)

Freitag, der 08.08.2008
  • 20:15: Musa - Der Krieger (RTL2, geschnitten)
  • 22:15: Very Bad Things (Das 4.)
  • 22:25: Himmel über der Wüste (3SAT)

Sonntag, 13. Juli 2008

Fox Film Noir: Road House, Boomerang & Moontide

Die neunte Film Noir-Welle aus dem Hause 20th Century Fox rollt am 02. September 2008 in den amerikanischen DVD-Stores ein. Mit an Bord: Boomerang (1947), Road House (1948) und Moontide (1942).


Bonusmaterial:
  • Audio Commentary by film historians Alain Silver and Jame Ursini
  • Poster Gallery
  • Unit Photography Gallery
  • Theatrical Trailer



Bonusmaterial
  • Audio Commentary
  • Featurette
  • Interactive Pressbook
  • Still Galleries:
  • Fox Noir



Bonusmaterial
  • Audio Commentary
  • Featurette
  • Theatrical Trailer
  • Still Galleries

_____________________
Quelle: Classicflix.com

L.A. Confidential 2-Disc-Set im September

Warner Home Video hat bereits vor einiger Zeit die RC 1-Special Edition zum grandiosen Neo-Noir "L.A. Confidential" für den 23.September 2008 angekündigt. Nun gibt es das Artwork zur heiß ersehnten SE zu bestaunen. Ein echtes Schmankerl in bester Tradition der Schwarzen Serie. Das Set wird definitiv ein Pflichtkauf meinerseits!
Die Ausstattung der Discs liest sich wie folgt:


Disc 1
  • Commentary by Andrew Sarris
  • Music Only Track
  • Trailers and TV Spots
  • Showest
  • Nite Owl Action
  • Hollywood
  • Theatrical Trailer
  • Soundtrack Promo
Disc 2
  • Whatever You Desire: Making L.A. Confidential
  • Sunlight and Shadow: The Visual Style of L.A. Confidential
  • A True Ensemble: The Cast of L.A. Confidential
  • L.A. Confidential: From Book to Screen
  • Off the Record
  • Photo Pitch
  • The L.A. of L.A. Confidential Hollywood Center Motel
  • Formosa Café
  • Sid Hudgen's Office
  • Victory Motel
  • Bidwell's Office
  • Nick's Liquor
  • Lynn Bracken's House
  • Frolic's Room
  • Pierce Patchett's House
  • Movie Premiere Pot Bust
  • Mrs. Leffert's House
  • Nite Owl Café
  • Navarette's Hole-up
  • Fitch House
  • City Hall
  • L.A. Confidential [2000 TV Pilot]

Quelle: DVDTimes.co.uk

Freitag, 11. Juli 2008

Max Payne - Trailer


Erster Trailer zu "Max Payne" mit Mark Wahlberg. Sieht echt gut aus. Hoffentlich hält das Endprodukt den Erwartungen stand.

Quelle: Movie-Infos.net

Sonntag, 6. Juli 2008

Ruinen

Müssen wir bei Urlaubswerbungen vielleicht künftig wie im Fall von Zigaretten mit kleinen Warnslogans rechnen? „Achtung! Urlaub gefährdet Ihre Gesundheit und kann im schlimmsten Fall zum Tod führen!“. Dahin könnte tatsächlich der Trend gehen, betracht man die aktuelle Entwicklung im Horrorgenre. Horror entspringt vermehrt der Zeit, in der man seine Kraftreserven auftanken bzw. einfach die Seele baumeln lassen will: dem Urlaub. Seien es „Hostel 1+2“, „The Hitcher“ (2007), „Texas Chainsaw Massacre: The Beginning” oder der 2008 angelaufene “Ruinen”.
In letzterem erleben zwei amerikanische Pärchen im Zuge ihres Mexiko-Aufenthalts das pure Urlaubsgrauen. Während der Besichtigung einer abgelegenen Ruine geraten sie und ihre Führer mit den dortigen Einheimischen aneinander. Ohne zu wissen, warum man es auf sie abgesehen hat, fliehen sie auf eine alte Maya-Ruine, auf der man sie künftig durch Waffengewalt isoliert. Erst nach und nach klärt sich, dass es etwas mit dem pflanzlichen Bewuchs der Ruine zu tun haben scheint.
Carter Smiths „Ruins“ liefert dem Horrorfan Standardkost in einer netten kleinen Variante. Weder eine Organisation von Menschenhändlern noch ein Killer on the loose hat es diesmal auf die jugendlichen Protagonisten abgesehen. Vielmehr ist es im Fall von „Ruins“ eine äußerst aggressive Pflanze, die in einer Mischung aus Efeu, Klatschmohn und Cannabis Tod und Verderben für alle diejenigen bedeutet, die sich in ihre Nähe wagen. Weiter reicht dann die Individualität des Spektakels auch nicht, denn ansonsten bietet der Film die typisch platten Horror-Charaktere sowie einige Logikfehler, die mittlerweile irgendwie schon beinahe als obligatorischer Bestandteil des Genres erscheinen. Bei all den Kritikpunkten will man „Ruinen“ jedoch gar nicht absprechen, dass er als Unterhaltung für zwischendurch durchaus keine Fehlentscheidung sein muss. Es gibt einen erkennbaren Spannungsbogen, der den Zuschauer über 90 Minuten bei der Stange halten kann. Des Weiteren kommen hier auch Fans deftiger Effekte auf ihre Kosten und das ganz ohne auf „Hostel 2“-Niveau sinken zu müssen. Alles in allem lautet das Rezept: man nehme ein bisschen Psychoterror, ein paar bitterböse, blutige Einlagen und mische das Ganze mit einem ungewöhnlichen Feindbild. Fertig ist „Ruinen“. Kurzweilig und leicht verdaulich. (6,5/10 Punkten)

Samstag, 5. Juli 2008

TV - Tipps (05.07. - 11.07.2008)

Samstag, der 05.07.2008
  • 22:30: Mystic River (PRO7)
  • 23:35: Tarzan, der Affenmensch (RBB)
  • 23:45: Ein Köder für die Bestie (BR)
  • 01:25: Im Zeichen des Bösen (BR)

Sonntag, der 06.07.2008
  • 20:49: Jeremiah Johnson (ARTE)
  • 22:15: Running Scared (PRO7)
  • 23:15: Die Faust im Nacken (BR)
  • 00:15: Romeo is Bleeding (NDR)

Montag, der 07.07.2008
  • 21:00: Rocco und seine Brüder (ARTE)
  • 22:15: Match Point (ZDF)
  • 00:10: Eine Frau ist eine Frau (HR)
  • 00:55: Höhe Null (ARD)

Dienstag, der 08.07.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 22:55: Days of Being Wild (3SAT)
  • 23:15: Der Clou (NDR)

Freitag, der 11.07.2008
  • 22:15: Candymans Fluch (Das 4., geschnitten)
_____________________

Zum Schluß noch kurz in eigener Sache: Nachdem der Blog in letzter Zeit etwas geruht hat, geht es die Tage wieder mit einer aktuellen Kinobesprechung und der Einführung einer neuen Rubrik weiter.

Samstag, 28. Juni 2008

TV - Tipps (28.06. - 04.07.2008)

Samstag, der 28.06.2008
  • 22:55: Die Klapperschlange (Kabel1)
  • 23:45: Der Mann, der niemals aufgibt (ZDF)

Sonntag, der 29.06.2008
  • 23:30: Verdammt in alle Ewigkeit (BR)

Dienstag, der 01.07.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 23:00: J.S.A. - Joint Security Area (3SAT)
  • 23:25: 2046 (BR)
  • 00:20: Stadt in Angst (ARD)
  • 01:45: Der Mordprozess O'Hara (ARD)

Donnerstag, der 03.07.2008
  • 22:45: Der Clou (HR)

Freitag, der 04.07.2008
  • 00:15: Arzt und Dämon (WDR)

Samstag, 14. Juni 2008

TV - Tipps (14.06. - 20.06.2008)

Samstag, der 14.06.2008
  • 20:15: Der grüne Bogenschütze (Kabel1)
  • 22:10: Der unheimliche Mönch (Kabel1)
  • 22:30: Hängt ihn höher (ARD)
  • 23:00: Final Destination (PRO7)
  • 23:55: Der große Leichtsinn (RTL2)
  • 00:30: Sabata (ARD)
  • 01:45: Sherlock Holmes und das Halsband des Todes (3SAT)

Sonntag, der 15.06.2008
  • 20:40: African Queen (ARTE)
  • 22:15: Final Destination 2 (PRO7)

Montag, der 16.06.2008
  • 22:00: Predator (PRO7, geschnitten)
  • 01:10: Wie ich den Krieg gewann (ARD)

Dienstag, 17.06.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:10: Nacht über Manhattan
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 23:15: Im Zeichen des Bösen (NDR)
  • 23:25: Sprich mit ihr (BR)
  • 01:00: Jagd im Nebel (NDR)

Mittwoch, der 18.06.2008
  • 23:00: Die glorreichen Sieben (SWR)
  • 02:05: Chasing Amy (ARD)

Donnerstag, der 19.06.2008
  • 20:15: Flucht in Ketten (Das 4.)
  • 00:15: Ein Köder für die Bestie (HR)

Freitag, der 20.06.2008
  • 00:20: Rache aus dem Reich der Toten (ARD)

Donnerstag, 12. Juni 2008

The Mother of Tears


Ich glaube nicht an Reinkarnation, jedoch hätte mich Dario Argentos „Mother of Tears“ beinahe eines besseren belehrt. Lässt sich da nicht – besonders deutlich im Kontext der ausschweifenden und zuweilen unmotivierten Gewaltexzesse – deutlich die Handschrift des ’96 verstorbenen Genrefilmers Lucio Fulci erkennen, der geradezu unverschämt oft nach dem Credo „Tut’s nicht die Handlung, tut’s der Gorefaktor“ verfahren ist? Einstmals ein Sakrileg beide Namen in einem Atemzug dem Mund entweichen zu lassen, nach den filmischen Gurken der letzten Jahre vielleicht durchaus eine abzuwägende Überlegung? Wer weiß, doch zunächst einmal halblang, denn trotz der Kritikpunkte, die sich „Mother of Tears“ vorwerfen lassen muss, kann man Argento durchaus auch heute noch handwerkliche Souveränität attestieren – jedoch nicht zu verwechseln mit dem kreativen Quell früherer Werke. Alles andere bleibt leider hinter den hohen Erwartungen, die angesichts der Vorgänger „Suspiria“ und „Horror Infernal“ durchaus ihre Daseinsberechtigung haben, zurück. Zugegebenermaßen, „Mother of Tears“ ist nicht der amateurhafte Totalausfall, zu dem er gerne hochstilisiert wird. Nichtsdestotrotz liegen Welten, wenn nicht sogar ganze Galaxien zwischen dem Argento von damals und dem von heute. Hat sich Argento so stark weiterentwickelt und seine Anhänger vergessen mitzunehmen? Zumindest letzterer Aspekt dürfte nicht ganz aus der Luft gegriffen sein. Die Fans wollen das, womit sie Argento in den 70/80ern verwöhnt hat.
Eine gelungene, wenn auch nicht sonderlich originelle Exposition, verspricht zunächst dahingehend Positives. Dieser Eindruck zerstreut sich leider zum Mittelteil hin immer deutlicher. Das Drehbuch bekommt keinerlei Chance dramaturgische Akzente zu setzen, sodass die Flucht bzw. der Kampf gegen die Mutter der Tränen absolut beliebig daherkommt. Aus Filmen wie z.B. „Tenebre“, „Suspiria“ oder „Opera“ haben sich dutzende Szenen – wenn nicht sogar der komplette Film – aufgrund ihrer kreativen Einzigartigkeit und ihrer ungeheuren, rohen Energie ins Gedächtnis gebrannt. Von „Mother of Tears“ bleibt, nachdem der Abspann gelaufen ist, leider nicht sonderlich viel haften. Selbst die teilweise ziemlich heftigen Gore-Effekte, mit denen Argento schon in „Pelts“ nicht gegeizt hat, verfehlen ihre Wirkung. Sie unterstreichen nichts, sie sind lediglich eine plakative Selbstschau, was auf die Dauer einen eher ermüdenden und abstumpfenden Charakter erhält.
Und was bietet „Mother of Tears“ sonst noch? Zahlreiche Querverweise auf die Vorgänger, die in ihrer Tragweite nicht über bloßes namedropping hinausreichen. Ein in Rom stattfindendes pseudoapokalyptisches Weltuntergangsszenario, das zwar nett gemeint ist, aber in seinen Ausmaßen eher dem berühmten Sturm im Wasserglas gleicht. Zudem noch die wohl peinlichsten Hexen der Filmgeschichte, die eher Gruftivarianten von „Germany Next Topmodel“ zu entsprechen scheinen. (5,5/10 Punkten)

Samstag, 7. Juni 2008

TV - Tipps (07.06. - 13.06.2008)

Man merkt es deutlich: die Fußball EM hat begonnen. Dementsprechend zurückgefahren wirkt das restliche TV-Programm, woran man sich wohl die nächste Zeit gewöhnen sollte.

Samstag, der 07.06.2008

  • 23:35: Der große Diktator (RBB)
  • 01:35: Moderne Zeiten (RBB)
  • 01:40: Rocky (ARD)

Sonntag, der 08.06.2008
  • 01:40: Hollywood Story (ARD)

Montag, der 09.06.2008
  • 21:00: THX 1138 (ARTE)
  • 01:05: Die letzte Nacht des Boris Gruschenko (ARD)

Dienstag, der 10.06.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:10: Thomas Crown ist nicht zu fassen (WDR)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 23:15: Der dritte Mann (NDR)
  • 00:20: Innenleben (ARD)
  • 00:55: Cocktail für eine Leiche (NDR)
  • 01:55: Der Schläfer (ARD)

Donnerstag, der 12.06.2008
  • 02:55: Aufstand der Tiere (ZDF)

Freitag, der 13.06.2008
  • 23:50: Die Schlangengrube und das Pendel (ARTE)

Freitag, 6. Juni 2008

Carl Theodor Dreyers Vampyr (1932)


Interessante Neuigkeiten für alle Anhänger des klassischen Kinos. Die ohnehin beachtenswerte britische "Masters of Cinema"-Serie hat für den 25.08.2008 die Veröffentlichung von Carl Theodor Dreyers "Vampyr" (1932) im Programm. Im folgenden die Einzelheiten zur anstehenden VÖ von DVDTimes.co.uk:

- New, high-definition transfer of the Martin Koerber / Cineteca di Bologna film restoration in its original aspect ratio (1.19:1)
- New and improved English subtitle translation
- Full-length audio commentary featuring film scholar Tony Rayns
- Full-length audio commentary featuring Oscar-winning director Guillermo del Toro talking about one of his favourite films
- Two deleted scenes, removed by the German censor in 1932
- Carl Th. Dreyer (1966) – a documentary by Jörgen Roos
- Visual essay by scholar Casper Tybjerg on Dreyer’s Vampyr influences
- The Baron – a short MoC documentary about Baron Nicolas de Gunzburg
- Inspiration for the film – Sheridan Le Fanu’s Carmilla – as an on-disc pdf.
- 80-page book featuring rare production stills, a facsimile reproduction of the 1932 Danish film programme, writing by Tom Milne (The Cinema of Carl Dreyer), Jean and Dale Drum (My Only Great Passion: The Life and Films of Carl Th. Dreyer), and Martin Koerber (film restorer).


Quelle: DVDTimes.co.uk

Sonntag, 1. Juni 2008

TV - Tipps (31.05. - 06.06.2008)

Samstag, der 31.05.2008
  • 23:10: Der Schakal (ARD, Original)
  • 23:35: Die glorreichen Sieben (RBB)
  • 23:45: Twister (3SAT)
  • 00:15: Crime is King (PRO7)

Sonntag, der 01.06.2008
  • 23:10: Hooligans (PRO7)
  • 00:00: 20 000 Jahre in Sing Sing (SWR)
  • 01:40: Die Spur des Fremden (ARD)

Montag, der 02.06.2008
  • 22:50: Fellinis Casanova (MDR)
  • 01:05: Einer flog über das Kuckucksnest (ARD)

Dienstag, der 03.06.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:10: Getaway (WDR)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 00:00: La mala educación (SWR)

Donnerstag, der 05.06.2008
  • 22:25: Augen der Angst (3SAT)
  • 00:15: Manderlay (ARTE)

Freitag, der 06.06.2008
  • 22:25: Blue Velvet (3SAT)

Dienstag, 27. Mai 2008

Die 120 Tage von Sodom


Vier faschistische italienische Großbürger ziehen sich mit einer Gruppe bestehend aus Jungen und Mädchen auf ein entlegenes Schloss zurück, um dort ihren perversen Neigungen mit den unterworfenen Jugendlichen zu frönen. Das also ist der Stoff, aus dem Skandale sind. Pier Paolo Pasolinis „Die 120 Tage von Sodom“ hat wie kaum ein zweiter Film zu seiner Entstehungszeit für weltweiten Aufruhr und Verbote gesorgt. Und selbst aus heutiger Sicht – in einer deutlich abgestumpfteren Welt – hat das Werk nichts von seiner Mark erschütternden Wirkung verloren. Pasolinis letzte Regiearbeit als „unbequem“ zu bezeichnen, ist zweifelsohne ein Euphemismus. Selten wurden sinnlose Qualen, unmenschliche Folter und totale Erniedrigungen so drastisch und konsequent in Szene gesetzt. Zusätzliche Intensität bekommt das Gezeigte durch eine betont karg-kühle und trostlose Inszenierungsweise, die sich vor allem im Dekor des Films widerspiegelt.
Es ist zweifelsohne nicht korrekt, „Die 120 Tage von Sodom“ auf seine Schockwirkung – wie es im Verlauf der Filmgeschichte sicherlich nicht zum ersten Mal geschehen ist –
zu reduzieren und ihn somit auf eine Stufe mit gängigen Exploitern zu stellen. Der Film zeichnet vielmehr ein ungeheuer wuchtiges Panoptikum menschlicher und seelischer Dunkelheit im Kontext des Faschismus/ Nationalsozialismus. Allein mittels Pasolinis Charakterisierung der vier Protagonisten sowie der Darstellung der „Opfer“, auf welche nicht näher eingegangen wird (jene bleiben vielmehr eine widerstandslose Masse, die sich ergeben ihrem Schicksal fügt), gelingt eine erschreckende Parabel in Bezug auf die politischen Verhältnisse zur Regierungszeit Mussolinis. Angelehnt an Dantes „Göttliche Komödie“ hat Pasolini sein Werk in drei Höllenkreise (Höllenkreis der Manien, der Scheiße und des Blutes) unterteilt und führt den Zuschauer direkt ins Zentrum jedes dieser Monstrositätenkabinette.
Objektiv gesehen kann man ablehnende Reaktionen des Films gegenüber bis zu einem gewissen Grad durchaus nachvollziehen, denn Pasolini bedient sich ohne Zweifel einer bis aufs Äußerste abstoßenden Bildsprache, die den ein oder anderen wunden Punkt trifft – aber dies nun einmal auch soll. Der Zusch
auer, der jedoch hinter die augenscheinliche Fassade blickt, wird zwar trotzdem mit einer nicht minder abstoßenden Welt konfrontiert, lernt diese aber in einem ganz anderen Kontext – fernab von bloßem Provokationswillen – kennen. (8/10 Punkten)

Montag, 26. Mai 2008

Warner Brothers legt nach...

Für alle Freunde von Box-Sets aus dem Hause Warner Bros. fällt Weihnachten, Ostern und Geburtstag wieder einmal auf den selben Tag, denn Warner Home Video hat für den 23.09.2008 die vierte Gangsters Collection als RC1-Veröffentlichung angekündigt. Im Set werden The Amazing Dr. Clitterhouse, The Little Giant, Larceny, Inc., Invisible Stripes and Kid Galahad enthalten sein. Letztgenannter wird auch als Einzel-VÖ erhältlich sein. Als Bonus beinhaltet das Box-Set eine neue Genre-Dokumentation ("Public Enemies: The Golden Age of the Gangster Film"). Die folgenden Einzelheiten stammen von der englischsprachigen Seite DVDTimes.co.uk!

The Amazing Dr. Clitterhouse (1938)
Dr. Clitterhouse (Edward G. Robinson) is fascinated by the study of the physical and mental states of lawbreakers, so he joins a gang of jewel thieves for a closer look in this often amusing crime drama. Claire Trevor co-stars as a savvy crime queen, and Humphrey Bogart plays Rocks Valentine, whom Dr. C. calls “a magnificent specimen of pure viciousness.” The movie also marks the start of one of film’s most noteworthy collaborations. John Huston, who was to later direct Bogart in The Maltese Falcon, The Treasure of the Sierra Madre and The African Queen, co-wrote the screenplay of The Amazing Dr. Clitterhouse.

Special Features:
  • Commentary by Dr. Drew Casper and Richard Jewell
  • Racket Busters theatrical trailer
  • Vintage newsreel
  • WB short: Night Intruder
  • WB cartoons:
    • Cinderella Meets a Fella
    • Count Me Out
  • 1941 Lady Esther Screen Guild Theater Broadcast (audio only)
  • 1944 Gulf Screen Guild Theater Broadcast (audio only)
  • Theatrical trailer
The Little Giant (1933)
The era of the bootlegger is past but liquor runner Bugs Ahearn (Edward G. Robinson) has a plan for what he’ll do now that Prohibition is history. He decides to head for California’s posh, polo-playing Santa Barbara to become part of the high society. What he finds there -- swindlers, gold diggers, great fun – makes first class entertainment in this pre-Code gem. Edward G. Robinson shows his comedic chops for the first time, paving the way for such subsequent films as A Slight Case of Murder, Brother Orchid, Larceny, Inc. and more persona-skewering frolics.

Special Features:
  • Commentary by Daniel Bubbeo and John McCarty
  • Vintage newsreel
  • WB short: Just Around the Corner
  • WB cartoon: The Dish Ran Away with the Spoon
  • Theatrical trailer
Larceny, Inc. (1942)
Edward G. Robinson once more turns his gangster image on its head in a gleeful romp based on the Broadway farce penned by Laura Perelman and S.J. Perelman. Robinson plays Pressure Maxwell, who emerges from Sing Sing planning to run a dog track with cronies Jug (Broderick Crawford) and Weepy (Edward Brophy). But the plan needs funding, so the group (assisted by Jane Wyman) opens a luggage shop as a front while attempting to tunnel into the bank next door. Now add the store’s unexpected success, a gabby traveling valise salesman (Jack Carson) and the arrival of a sour con (Anthony Quinn) who wants in on the action, and the laughs are thick as thieves.

Special Features:
  • Commentary by Haden Guest and Dana Polan
  • Vintage newsreel
  • The Big Shot theatrical trailer
  • WB short: Winning Your Wings
  • WB cartoons:
    • Porky’s Pastry Pirates
    • The Wabbit Who Came to Supper
  • Theatrical trailer
Invisible Stripes (1939)
Parolee Chuck Martin is going straight when he gets out of jail – straight back to a life of crime. In lockup or out in the civilian world, he knows he’ll forever wear a con’s ‘Invisible Stripes.’ As Martin, Humphrey Bogart continues to battle and sneer his way to career stardom in this volatile social-conscience crime saga adapted from a book by warden Lewis E. Lawes. Top-billed George Raft plays Martin’s ex-Sing Sing yard mate Cliff Taylor, who vows to walk away from crime and be a role model for his kid brother (William Holden). But what awaits Taylor are suspicion, public disdain and joblessness. So he turns to a fellow con for help. Then, as now, he finds crime doesn’t pay.

Special Features:
  • Commentary by Alain Silver and James Ursini
  • You Can’t Get Away with Murder Theatrical trailer
  • Vintage newsreel
  • WB short The Monroe Doctrine and Quiet, Please
  • WB cartoons:
    • Bars and Stripes Forever
    • Hare-um Scare-um
  • Theatrical trailer
Kid Galahad (1937)
This influential ring saga dramatically links professional boxing to criminal gambling. Edward G. Robinson is racketeer/fight promoter Nick Donati and tightly coiled Humphrey Bogart is Turkey Morgan. They’re rival promoters who, like fighters flinging kidney punches, end up swapping close-range bullets. Bette Davis plays the moll who has a soft spot for the bellhop (Wayne Morris) that Nick is grooming for the heavyweight title. And prolific Michael Curtiz directs this first of his six collaborations with Bogart that would include the romantic masterwork Casablanca and the sly comedy We’re No Angels.

Special Features:
  • Commentary by Art Simon and Robert Sklar
  • It’s Love I’m After theatrical trailer
  • Vintage newsreel
  • WB Shorts: Alibi Mark and Postal Union
  • WB Cartoons:
    • Egghead Rides Again
    • I Wanna Be a Sailor
    • Porky’s Super Service
  • Theatrical trailer
Public Enemies: The Golden Age of the Gangster Film -- Warner Home Video Documentary
As popular as these films were in their heyday, seminal giants like Little Caesar and Public Enemy as well as post-war gems like Key Largo and White Heat still hold power over their audiences today. Public Enemies: The Golden Age of the Gangster Film will explore the invention and development of the crime genre; the rise of Warner stars like Cagney, Bogart and Robinson; as well as directors like Walsh, Wellman and Curtiz. It will cover the films themselves and the influence they had on filmmakers all over the world; and the artistic merit that these defining classic films still warrant. Finally, the documentary will celebrate the impact that Warner Bros. Studios had in establishing the iconic Hollywood Gangster, often imitated but never equaled.

Special Features:
  • Four WB Cartoons: I Like Mountain Music, She Was an Acrobat’s Daughter, Racketeer Rabbit and Bugs and Thugs

Quelle: DVDTimes.co.uk
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Die zur Veröffentlichung stehenden Titel sagen mir zwar nicht viel, trotzdem oder vielleicht sogar gerade deswegen freue ich mich über den neuen Stoff aus dem Hause Warner Bros. Der Herbst ist gerettet!

Sonntag, 18. Mai 2008

TV - Tipps (17.05. - 23.05.2008)

Samstag, der 17.05.2008
  • 20:15: Der längste Tag (Kabel1)
  • 22:25: Collateral Damage (PRO7)
  • 23:20: Rififi (RBB)
  • 00:30: True Lies (PRO7)

Sonntag, der 18.05.2008
  • 20:15: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (PRO7)
  • 23:15: Phantom-Kommando (PRO7, geschnitten)

Montag, der 19.05.2008
  • 21:00: Der unauffällige Mr. Crane (ARTE)
  • 22:15: Verhandlungssache (ZDF)

Dienstag, der 20.05.2008
  • 20:15: Der weiße Hai 2 (Kabel1)
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:10: Der Clou (WDR)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 22:50: Sprich mit ihr (RBB)
  • 23:20: Anatomie eines Mordes (BR)
  • 00:20: Long Riders (ARD)

Mittwoch, der 21.05.2008
  • 22:30: Manderlay (ARTE)
  • 22:35: Cocktail für eine Leiche (RBB)

Donnerstag, der 22.05.2008
  • 20:15: Before Sunset (TELE5)
  • 22:45: Hotel Ruanda (3SAT)

Freitag, der 23.05.2008
  • 22:20: Lethal Weapon 4 (RTL2, geschnitten)
  • 23:15: Hatchet for the Honeymoon (ARTE)
  • 01:20: Malaya (ARD)
  • 02:55: Nach dem dünnen Mann (ARD)

Montag, 12. Mai 2008

Sie küßten und sie schlugen ihn


Die zartbitteren Kindheitserinnerungen des Francois Truffaut.

Francois Truffauts Spielfilmdebüt lässt sich am treffendsten mit dem Schmetterlingseffekt vergleichen, welcher einer kleinen Anomalie die Fähigkeit einräumt, unabsehbare Konsequenzen für die Zukunft nach sich zu ziehen. Diese kleine Anomalie im französischen Kino Ende der 50er Jahre nennt sich „Sie küßten und sie schlugen ihn“ (1959). Eine Auflehnung gegen den konventionellen französischen Film, mit welchem der damals 27-Jährige bereits in seiner Tätigkeit als Filmkritiker scharf ins Gericht gegangen ist. Der Gestus des Aufbegehrens bleibt jedoch nicht allein prägend für dieses Erstlingswerk. „Sie küßten und sie schlugen ihn“ liest sich ebenso als Dokument der Liebe – Truffauts Liebe zum Kino, so wie er es sich erträumt und für die Zukunft erhofft. Keine unbegründete Hoffnung, wie die Folgen des „Flügelschlags“ zeigen sollen…

„Sie küßten und sie schlugen ihn“ bekleidet in Truffauts Gesamtwerk eine ganz besondere Position. Er markiert einen Anfang in dreierlei Hinsicht – den Anfang einer erstaunlichen Karriere, die Initialzündung der Nouvelle Vague sowie den Beginn des Antoine-Doinel-Zykluses. Jener ist Truffauts filmisches Alter Ego, dessen Lebens- und Leidensweg ihn Zeit seiner Karriere beschäftigen sollte („Liebe mit Zwanzig“ (1962), „Geraubte Küsse“ (1968), „Tisch und Bett“ (1970) und „Liebe auf der Flucht“ (1979). Anhand dieses Ersatz-Ichs betrieb Truffaut über die Spanne von 20 Jahren eine Art kreative Selbsttherapie – getarnt unter dem Mantel des Geschichtenerzählens.

Trotz der von Truffaut bestrittenen autobiographischen Inhalte lässt sich dieser essentielle Aspekt des Werks nur schwerlich wegdiskutieren. Im Charakter des Protagonisten Doinel sind unzählige Erlebnisse, Gefühle und Verhaltensmuster des Regisseurs angelegt. Truffaut zeichnet ein fein durchstrukturiertes Psychogramm auf der reichhaltigen Basis eigener Lebenserfahrung. Verlorenheit und Haltlosigkeit in einer seltsam befremdlichen Welt spielen dabei eine genauso zentrale Rolle wie das Motiv des Durchkämpfens. Doinel, nach gängigem Sprachgebrauch ein Problemkind, lügt, klaut und lehnt jegliche Form der Autorität (egal ob Lehrer, Eltern oder das Erziehungsheim) ab. Nichtsdestotrotz findet sich in ihm (abgesehen vom Schulkameraden René, welcher dem Jugendfreund Robert Lachenay nachempfunden ist) der alleinige Sympathieträger des Films. Dieses starke Mitgefühl bezieht Doinel maßgeblich aus seiner vor dem Leben versteckten Seite - einer empfindsamen und aufgeweckten Facette, die ihn mit dem Rücken zur kalten Wand zeigt. Ein Blickwinkel, der allein dem Publikum vorbehalten bleibt und die Geschichte nuanciert.

Obwohl der Regisseur sein Alter Ego erkennbar als Opfer der Umstände (insbesondere des kühlen Elternhauses) zeichnet, fehlt ein wirklich anklagender Ton, um den Film als frontalen Angriff auf Mutter und Vater Truffaut zu werten. Es ist vielmehr die ausgesprochen reife Auseinandersetzung mit seinem Sujet, die das Werk maßgeblich prägt. Den Zuschauer beschleicht nicht das Gefühl einem bockigen Kind bei der Vergeltung seiner Jugendjahre beizuwohnen. Stattdessen erweckt der Film den Eindruck einer Rechtfertigung Truffauts, mit der er Zeugnis davon ablegen will, warum er ist, wie er ist. Warum er agiert, wie er agiert. Diese Gedanken korrelieren mit dem Gefühl, nicht aus der eigenen Haut hinaus zu können. Eine Haut, die man nicht will oder gar akzeptieren kann, obwohl sie bedauerlicherweise wie ein Maßanzug zu sitzen scheint. Verständlicherweise sind dies relativierende Einschätzungen, welche Truffauts Eltern zur damaligen Zeit nicht teilen konnten, denn „Sie küßten und sie schlugen ihn“ ist zweifelsohne harter Tobak und hat das ohnehin schon stark angespannte Familienverhältnis noch zusätzlich strapaziert. Ein Umstand, der schließlich zur bereits erwähnten, öffentlichen Leugnung der autobiographischen Ebene geführt hat – nachvollziehbar, jedoch wenig glaubhaft.

Aus den ruhigen, gar bedächtig-schön anmutenden Bildern bahnen sich zu jedem Zeitpunkt Truffauts Jugendjahre ihren Weg. Die stark gestörte Beziehung zur Mutter ist genauso wie das familiärere Verhältnis zum (Stief-!)Vater charakteristisch. Seine Zeit in der Jugenderziehungsanstalt, der Diebstahl der Schreibmaschine aus dem Büro des Vaters, die Streitigkeiten der Eltern untereinander und die damit verbundene Flucht von Hause. Das ist Truffaut. Film verschmilzt mit Leben, Leben verschmilzt mit Film. Beide Aspekte zehren voneinander und bereichern die jeweils komplementäre Sphäre. Dabei changiert „Sie küßten und sie schlugen ihn“, wie der zwar nicht wirklich werksgetreue deutsche Filmtitel andeutet, subtil zwischen Gefühlswelten. Diese bindet der Regisseur geschickt an Räumlichkeiten und Personen. Zeitlich begrenzte, glückliche Momente sind dem jungen Doinel vorrangig in Gegenwart seines Freundes René vorbehalten, mit dem er sich auf Jahrmärkten und in Spielhöllen austobt. Im Gegenzug dazu werfen die heimischen vier Wände genauso wie die Schule finstere Schatten voraus, welche selbst dann, als endlich Besserung im Hause Doinel einzukehren scheint, nicht weichen wollen.

Die finstersten Schatten wären in ihrer allumfassenden Intensität jedoch nichtig, gäbe es nicht ein talentiertes Gesicht, das sie zu reflektieren vermag - ein solches hat Truffaut im damals noch jungen Jean-Pierre Léaud gefunden. Facettenreich und mit dem richtigen Gespür für die Rolle verkörpert er den kleinen Rebellen Doinel. Dabei muss es sich der Rest des Casts gefallen lassen, von ihm an die Wand gespielt zu werden. Allein das poetisch-abrupte Ende am Meeresstrand, Doinels eingefrorener Gesichtsausdruck, welcher in seiner Komplexität kaum fassbar anmutet, zerstreut jedweden Zweifel bezüglich seiner Fähigkeiten. Er wirkt beinahe selbst überrascht, dass der Film an dieser Stelle sein Ende findet. Erstaunen darüber, dass er es bis hier hin – bis zu seinem selbst gesteckten Ziel: dem Meer – geschafft hat, spiegelt sich in seinem Gesichtsausdruck. Gleichermaßen aber auch Angst. Das Meer und die damit assoziierte Freiheit hat er erreicht, aber was kommt danach? Eine Frage, die der Regisseur an dieser Stelle nicht beantworten will oder vielleicht auch noch gar nicht kann.

Alles in allem gelang Francois Truffaut mit „Sie küßten und sie schlugen ihn“ ein außergewöhnliches Spielfilmdebüt. Eine einfühlsame Reminiszenz an die Jugend, die ohne jegliches Selbstmitleid funktioniert. Nicht klischeehaft, sondern menschlich und nachdenklich. Nicht überdramatisiert, sondern melancholisch und bedrückend real. Dergleichen nähert er sich jugendlichen Ängsten, Hoffnungen und Wünschen, die nicht ungehört bleiben wollen. (9/10 Punkten)

Sonntag, 11. Mai 2008

TV - Tipps (10.05.2008 - 16.05.2008)

Samstag, der 10.05.2008
  • 20:15: Vertrauter Feind (Kabel1)
  • 22:15: A Nightmare on Elm Street (TELE5, geschnitten)
  • 23:45: Dirty Harry (SAT.1)
  • 23:55: A Nightmare on Elm Street 2 (TELE5, geschnitten)
  • 02:25: Sherlock Holmes - Das Haus des Schreckens(ZDF)

Sonntag, der 11.05.2008
  • 20:15: I, Robot (RTL)
  • 20:15: Indiana Jones - Jäger des verlorenen Schatzes (PRO7)
  • 20:45: Der englische Patient (ARTE)
  • 22:15: Alarmstufe: Rot (SAT.1, geschnitten)
  • 22:45: True Lies (PRO7)
  • 00:55: Bonnie und Clyde (Kabel1)

Montag, der 12.05.2008
  • 20:15: Indiana Jones und der Tempel des Todes (PRO7
  • 22:00: Eyes Wide Shut (ZDF)
  • 22:25: Alarmstufe: Rot 2 (SAT.1, geschnitten)
  • 22:40: Saw 2 (PRO7, geschnitten)
  • 00:40: Wenn der Postmann zweimal klingelt (ZDF)
  • 01:00: 2046 (WDR)

Dienstag, der 13.05.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)

Donnerstag, der 15.05.2008
  • 22:35: The Cell (VOX, geschnitten)

Freitag, der 16.05.2008
  • 20:15: Im Auftrag des Teufels (PRO7, geschnitten)
  • 22:05: Total Recall (RTL2, geschnitten)
  • 23:20: Bubba Ho-tep (ARTE)
  • 01:15: Cocktail für eine Leiche (ARD)

Samstag, 3. Mai 2008

TV - Tipps (03.05. - 09.05.2008)

Samstag, der 03.05.2008
  • 20:15: James Bond 007 - Feuerball (Kabel1)
  • 22:45: Dark Blue (PRO7)
  • 23:00: Fight Club (Kabel1, geschnitten)
  • 00:00: Die glorreichen Sieben (ARD)
  • 00:00: Sadistico (WDR)

Sonntag, der 04.05.2008
  • 20:15: James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag (RTL)
  • 22:10: Hostage - Entführt (PRO7)
  • 00:10: A Nightmare on Elm Street 4 (Kabel1, geschnitten)

Montag, der 05.05.2008
  • 00:00: La mala educacion (HR)
  • 00:50: Thomas Crown ist nicht zu fassen (ARD)
  • 01:00: Ein charmanter Schwindler (MDR)

Dienstag, der 06.05.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)

Donnerstag, der 08.05.2008
  • 21:00: 21 Gramm (ARTE)

Mittwoch, 23. April 2008

Die Dame im See (1947)


… oder wie die Form dem Inhalt das Wasser abgräbt!

Die Filmgeschichte hat bewiesen, dass bei Adaptionen – seien die Vorlagen Bücher, Computerspiele o. ä. – oftmals besonders essentielle Aspekte nicht oder nur ungenügend übernommen werden können. Im Fall von Robert Montgomerys „Die Dame im See“ (1947), basierend auf Raymond Chandlers gleichnamigen Kriminalroman, ist man das Projekt hingegen besonders wohlwollend angegangen und hat die Ich – Perspektive der Vorlage in einem filmisch interessanten Experiment gleich mitadaptiert. Das Resultat: Ein Werk mit Seltenheitswert, das seine Geschichte zur Gänze aus der visuellen Ich – Perspektive des handelnden Akteurs erzählt.

Der Privatdetektiv Philip Marlowe erhält den Auftrag nach der leichtlebigen Gattin des Pulpmagazin-Herausgebers Derace Kingsby zu suchen. Diese soll sich nach Mexiko abgesetzt haben und scheint unauffindbar. Für Marlowe zunächst kein besonderer Fall, gäbe es nicht auffällige Querverbindungen zu zwei Morden, die aus der gesuchten Chrystal Kingsby eine potentielle Verdächtige machen.

Die Kinolandschaft hält einige technische Spielereien bereit, die sich über die Jahre – sei es aus ökonomischen oder narrativen Aspekten - nie wirklich durchsetzen konnten. Dazu zählt u. a. das 3D-Verfahren („Jaws 3-D“ (1983), „Und wieder ist Freitag, der 13.“ (1982)), aber auch das Erzählen einer Geschichte, welche man als Zuschauer komplett durch die Augen des Protagonisten miterlebt. „Die Dame im See“ wagt diesbezüglich einen interessanten Versuch, der innerhalb Hollywoods Schwarzer Serie zweifelsohne ein kleines Unikum ist. Der Zuschauer soll leichteren Zugang zur Geschichte erhalten, stärker vom Medium Film absorbiert werden. Derlei Effekt versucht man durch eine Annäherung an die menschlichen Sehgewohnheiten anzustreben, eine Zuspitzung des praktizierten „unsichtbaren Schnitts“, wenn man so will. Das Endergebnis darf jedoch ohne große Umschweife als klassisches Eigentor gewertet werden. Anstatt Nähe bildet sich kühle Distanz, die der technische Fremdkörper des durchgängigen POVs hervorruft. Er beansprucht die Aufmerksamkeit vom Publikum zur Gänze und führt dem Zuschauer, dessen filmische Sehgewohnheiten bis dato anderen Maximen unterlegen waren, in jedem Moment die Künstlichkeit der Inszenierung vor Augen. Die Technik steht hier ihrer Intention eindeutig selbst im Weg.

Ein Nebeneffekt der gewählten Erzählform ist die stärkere Fokussierung der Mise-en-scène. Bedingt durch die angestrebte Kontinuität der Erzählung funktioniert „Die Dame im See“ primär über die Kameraarbeit, nicht über den Schnitt. Strukturelle Auswirkungen sind vornehmlich lange Einstellungen, die dem Film durch die bedauerlicherweise oftmals statisch ausgefallene Mise-en-scène ein hohes Maß an Vitalität rauben. Mitschuld daran trägt die „Dialoglastigkeit“, welche leider kaum Spielraum für visuelle Ausschmückungen lässt. Oftmals steht die Kamera (respektive der Protagonist Marlowe) minutenlang vor einem Gesprächspartner, der wie ein Fisch in die Kamera glotzt, sich ab und zu ein bisschen nach links oder ein bisschen nach rechts bewegt. Mehr aber auch nicht. Konventionell erzählte Filme arbeiten in derlei Fällen beispielsweise mit Schuss/Gegenschuss-Aufnahmen, um potentiell starr wirkende Sequenzen bzw. Szenen aufzulockern. „Die Dame im See“ hingegen verzichtet auf solche Methoden mit beharrlicher Konsequenz.

Wo eine stärker elliptisch durchstrukturierte Narration, die nicht unwesentlich dazu beiträgt, das Interesse des Zuschauers aufrecht zu halten, dem Film sicherlich besser zu Gesicht gestanden hätte, begnügt sich Montgomery damit, seinem technischen Gimmick zu frönen. Doch vertrödelte Zeit muss natürlich an anderer Stelle wieder kompensiert werden. So gibt sich „Die Dame im See“ im Gegensatz zu anderen, wesentlich gekonnter ausbalancierten Chandler-Verfilmungen (Howard Hawks „The Big Sleep“ (1946) oder Edward Dmytryks „Murder, My Sweet“ (1944)) an vielen Stellen nicht so werksgetreu, wie man es sich als Liebhaber von Chandlers Romanen gewünscht hätte. Bestes Beispiel ist die Titel gebende tote Dame im See, deren Funktion innerhalb des Romans essentiell ist. Die Verfilmung hingegen spart die Ereignisse am Little Fawn Lake, Chrystal Kingsbys letzter Aufenthaltsort und kurz darauf Fundort von Mildred Havelands Wasserleiche, bis auf eine Erwähnung während eines Dialogs aus. Des Weiteren macht die Verfilmung Marlowe zu einem Hobbyautoren für Krimigeschichten, der durch „Zufall“ bei einem Verlag (wir erinnern uns Chrystal Kingsbys Mann ist ein Herausgeber für Pulp-Romane) an seine künftigen Auftraggeber gerät. Warum man nicht die klassische Einleitung des Romans beibehalten hat, in der Kingsby keine Schundheftchen verkauft und Marlowe nicht seine Profession gewechselt hat, bleibt rätselhaft. Sicher hingegen ist nur eins: die Verschiebung des Fokus’ schlägt sich schwer auf die Dramaturgie nieder.

Es gibt nachvollziehbare Gründe, warum Filme dieser Gattung solch eine Rarität geblieben sind. Neben obigen Aspekten ist es sicherlich vor allem die fehlende Identifikationsfigur, die in einem POV-Film weitestgehend unter den Tisch fällt. Abgesehen von den drei eher störenden Zwischensequenzen, in denen sich Marlowe als Erzähler direkt ans Publikum wendet, sieht man ihn nur ein paar Mal durch Spiegelreflexionen und dem Zuschauer wird schmerzlich klar: das ist nicht Bogie, das ist nicht einmal Dick Powell. Spätestens dann ziehen irre weltverschwörerische Gedanken auf, die den gesamten POV-Zirkus einzig und allein der Tatsache zuschreiben, dass man Bogart nicht mit an Bord hat. Aber egal, ob nun Bogart, Powell oder Montgomery: dem Film würde nichtsdestotrotz die physische Präsenz seines Protagonisten fehlen. Drei oder vier kurze Blicke reichen nicht aus, um eine Verbindung zur Hauptfigur zu etablieren.

Der ebenfalls im Jahr 1947 produzierte „Die Schwarze Natter“, bei weitem keine Perle des Genres, nutzt dieselbe Technik wie „Die Dame im See“. Bezeichnenderweise ist es dort Humphrey Bogart, durch dessen Augen wir – zumindest eine Zeit lang – schauen. Dieser Film stellt sich wenigstens im Umgang mit der Technik raffinierter an. Es ist weniger reiner, ermüdender Schauwille, sondern vielmehr ein geschickter Kniff, um die Handlung zu akzentuieren. Wenn sich Ähnliches über „Die Dame im See“ sagen lassen würde, hätte sein besonderer Status sicherlich nicht diesen äußerst faden Nachgeschmack. So ist Montgomerys Film allenfalls aus filmhistorischer Sicht interessant. Für alle anderen bleibt nur der Verweis auf die weitaus gelungeneren Werke wie „The Big Sleep“ und „Murder, My Sweet“. (5/10 Punkten)

Samstag, 19. April 2008

TV - Tipps (19.04. - 25.04.2008)

Samstag, der 19.04.2008
  • 20:15: Der Untergang (ARD)
  • 23:55: Full Metal Jacket (RTL2)

Sonntag, der 20.04.2008
  • 00:00: Misfits - Nicht gesellschaftsfähig (SWR)
  • 00:25: Die Rache des Toten (3SAT)

Montag, der 21.04.2008
  • 22:15: L.A. Confidential (ZDF)

Dienstag, der 22.04.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 00:00: The Straight Story (SWR)
  • 00:20: Der Stachel des Bösen (ARD)

Donnerstag, der 24.04.2008
  • 22:55: Fahr zur Hölle, Liebling (3SAT)
  • 00:00: Der vierte Mann (HR)

Freitag, der 25.04.2008
  • 22:55: Mad Max 2 - Der Vollstrecker (RTL2, geschnitten)
  • 23:30: El Topo (ARTE, geschnitten)
  • 03:00: Der Heilige Berg (ARTE)

Sonntag, 13. April 2008

TV - Tipps (12.04. - 18.04.2008)

Nachdem letzte Woche durch Klausuren bedingt ausfallen musste, geht es natürlich wieder weiter...

Samstag, der 12.04.2008
  • 20:15: Ghostbusters 2 (Kabel1)
  • 23:15: Viva Maria! (RBB)
  • 00:10: The Fog - Nebel des Grauens (SAT.1)
  • 04:10: Nebel über Frisco (ARD)
  • 23:40: From Dusk Till Dawn (Das 4., geschnitten)

Sonntag, der 13.04.2008
  • 23:20: Die Teufelsinsel (3SAT)
  • 00:00: Der Pianist (ARD)
  • 00:00: Arsen und Spitzenhäubchen (SWR)
  • 00:15: Heat (NDR)

Montag, der 14.04.2008
  • 23:15: Ladykillers (SWR)

Dienstag, der 15.04.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 23:00: Frenzy (NDR)
  • 00:50: Immer Ärger mit Harry (NDR)

Mittwoch, der 16.04.2008
  • 23:00: Der große Diktator (SWR)
  • 00:25: Im Vorhof der Hölle (HR)

Freitag, der 18.04.2008
  • 20:15: Apollo 13 (RTL2)
  • 22:15: 12 Monkeys (TELE5)
  • 22:55: Swimming Pool (3SAT)

Montag, 31. März 2008

Danny Trejos "Machete": Update


"We ran into Danny Trejo at this past weekend's HorrorHound Weekend in Indiana where the popular genre actor told Bloody-Disgusting that Robert Rodriguez is still working on getting "Machete" off the ground and that he hopes the director will be ready when he finishes another project he is currently working on. He also confirms that Rodriguez will in fact direct the film, and not just produce it. In addition, Trejo breaks the news that Dimension Films is looking to turn MACHETE into a trilogy! Watch for more on this as it develops. After being betrayed by the organization who hired him, an ex-Federale (Trejo) launches a brutal rampage of revenge against his former boss."

Quelle: Bloody-Disgusting
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Die Gerüchteküche brodelt ja schon lange rund um die Faketrailer-Verfilmung von "Machete". Die große Neuigkeit ist dann auch wohl eher die Verkündung einer geplanten Trilogie seitens Dimension Films. Ob Potential dafür besteht, wird wahrscheinlich frühestens der erste Film zeigen. Man darf auf das Projekt gespannt sein...

Samstag, 29. März 2008

TV- Tipps (29.03. - 04.04.2008)

Samstag, der 29.03.2008
  • 23:15: James Bond 007 - In tödlicher Mission (NDR)
  • 23:35: Fitzcarraldo (RBB)
  • 01:10: Die glorreichen Sieben (ARD)
  • 01:20: Conan - Der Barbar (ZDF)

Sonntag, der 30.03.2008
  • 23:00: Zwei Sekunden (3SAT)
  • 00:10: Themroc (ARTE)

Dienstag, der 01.04.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 00:20: Getaway (ARD)
  • 00:45: La mala educacion (NDR)

Mittwoch, der 02.04.2008
  • 22:15: Der dritte Mann (HR)
  • 00:25: Hotel Ruanda (HR)

Freitag, der 04.04.2008
  • 20:15: 3 Engel für Charlie - Volle Power (PRO7)
  • 23:00: Dawn of the Dead (RTL2, geschnitten)

Freitag, 28. März 2008

Koch Media Film Noir Collection

Die Neuigkeiten sind zwar mittlerweile sicherlich nicht mehr so neu, aber ich möchte für alle Anhänger der "Schwarzen Serie" an dieser Stelle auf die kommende "Film Noir Collection" des Labels Koch Media hinweisen. Den Anfang machen George Marshalls "Die blaue Dahlie" (1946), John Farrows "Spiel mit dem Tode" (1948) und Roy William Neills "Schwarzer Engel" (1946). Veröffentlichungstermin ist der 09. Mai 2008. Ein Blick lohnt sicherlich, obwohl ich mit der optischen Präsentation noch ein wenig hadere.

Prison Break - Staffel 4 wieder mit Sarah Wayne Callies


Wer noch nicht mit den Geschehnissen der dritten "Prison Break"-Staffel vertraut ist, sei vor Spoilern im folgenden Text gewarnt. Nachdem vor kurzem eine offizielle Bestätigung für die vierte Staffel der Erfolgsserie seitens Fox bekanntgegeben wurde, folgt nun für die Fans eine kleine Überraschung. Wie Movie-Infos.net berichtet, wird die Schauspielerin Sarah Wayne Callies (Scofields Geliebte Dr. Sara Tancredi) in der geplanten Staffel wieder mit dabei sein. Warum Überraschung werden sich all diejenigen fragen, die bisher nur bis zum Ende der zweiten Staffel vorgedrungen sind? Ganz einfache Erklärung: Dr. Sara Tancredi fällt gleich zu Beginn der dritten Staffel einem gewaltsamen Tod zum Opfer. Ihren Kopf bekommt Lincoln als Präsent in einer Schachtel serviert. Diese Storywendung hat zu massiven Protesten von Seiten der Fans geführt, sodass man sich nun entschlossen hat, die Figur wieder aufzugreifen. Da darf der Zuschauer gespannt sein, mit welchem Storykniff man den vorangegangen "Tod" zu erklären versuchen wird, schließlich hatte Lincoln den Kopf sogar in in den Händen - sollte er vielleicht beim nächsten Mal besser hinschauen, wem die abgetrennten Gliedmaßen gehören, die ihm geschickt werden!? Skepsis ist berechtigt...

Quellen: Movie-Infos.net, eonline.com

Dienstag, 25. März 2008

TV-Tipps-Spezial: Jodorowsky auf ARTE


Die Neuigkeiten hätten zwar ohne Probleme bei den regulären TV-Tipps untergebracht werden können, verdienen aber meines Erachtens einen besonderen Hinweis. Alejandro Jodorowskys "El Topo" (1970) und "Montana Sacra - Der heilige Berg" (1975) werden von ARTE (wo auch sonst?!) in einer deutschen Free-TV-Premiere ausgestrahlt. Für alle, die noch nicht zur wunderbaren Anchor Bay-Box gegriffen haben, gilt: unbedingt den Videorekorder programmieren!


  • Freitag, der 18. April 2008 : Montana Sacra - Der heilige Berg
  • Freitag, der 25. April 2008: El Topo

Quelle(n): Cinefacts.de, Arte.tv.de

Sonntag, 23. März 2008

TV-Tipps (22.03. - 28.03.2008)

Samstag, der 22.03.2008
  • 20:15: Beverly Hills Cop 3 (SAT.1, geschnitten)
  • 20:15: Stargate (Kabel1)
  • 22:25: Universal Soldier (RTL2, geschnitten)
  • 22:30: Event Horizon - Am Rande des Universums (Kabel1)
  • 23:30: Das Meer in mir (WDR)
  • 23:35: Der Clou (ARD)
  • 00:00: The Grifters (MDR)
  • 01:50: Dead Man Walking (ARD)

Sonntag, der 23.03.2008
  • 20:15: King Kong (RTL)
  • 22:15: Stirb Langsam 2 (SAT.1)
  • 00:15: James Bond 007 - Im Angesicht des Todes (NDR)

Montag, der 24.03.2008
  • 22:05: Stirb Langsam - Jetzt erst recht (SAT.1)
  • 22:15: Das Schweigen der Lämmer (PRO7)
  • 22:15: Spartacus (SRTL)
  • 22:45: Ran (3SAT)
  • 02:45: Menschen im Hotel (NDR)

Dienstag, der 25.03.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 00:20: Des Teufels General (ARD)

Freitag, der 28.03.2008
  • 22:30: End of Days - Nacht ohne Morgen (RTL2)

Mittwoch, 19. März 2008

Deutscher Trailer zu Ayers "Street Kings"

Johnny Depp wird zum Staatsfeind Nr. 1

In Michael Manns für 2009 angekündigtem Krimi-Drama "Public Enemies" verkörpert Johnny Depp den Gangster John Dillinger, welcher gemeinsam mit seinen Kumpanen Baby Face Nelson und Pretty Boy Floyd die Vereinigten Staaten durch eine Verbrechenswelle auf Trab hält. In weiteren Rollen werden u. a. Christian Bale (als Dillingers Gegenspieler Melvin Purvis), Giovanni Ribisi und Stephen Dorff zu sehen sein.
Das Projekt befindet sich derzeit noch im Dreh. Vom Set aus Columbus, Wisconsin ist ein erstes Foto von Johnny Depp aufgetaucht.


Sieht ganz so aus, als hätte der Gute viel Spaß beim Dreh ;)

Quelle: fadedyouthblog.com

Dienstag, 18. März 2008

John Rambo


Ein klinisch steriler Raum. Operationssaal 1. Ein Mann im bodenlangen weißen Kittel. Mundschutz. OP- Haube. Auf einem Tablett: medizinisches Besteck. Tupfer. Defibrillator. Krankenschwestern. Ein lebloser Körper in der Raummitte. Muskulös. Kriegsgestählt. Geschäftiges Treiben um ihn herum. Überall Blut…
Dies ist nicht etwa eine Szene des zur Endlosserie mutierenden „Saw“-Franchises, sondern wir werden just in jenem Moment Zeuge eines ganz besonderen Ereignisses: der Wiederbelebung des 80er Jahre-Actionkinos. Operierender Arzt: Sylvester Stallone, welcher mit „John Rambo“ scheinbar im Alleingang die Reanimation vornehmen möchte.
Seine dritte Auflage des Kriegshelden John Rambo ist trotz zwanzigjähriger Ruhepause zweifelsohne als Kind der 80er Jahre zu verorten- jedenfalls so, wie sie sich der Action-Fan mit leicht verklärter rosa-roter Brille wieder herbeisehnt. Stallone scheut sich nicht, seinem Publikum zu geben, wonach es verlangt. „John Rambo“ wirkt dabei geradezu wie ein ironischer, comichaft übertriebener Seitenhieb auf den Genrekollegen Willis, der sich bereits im letzten Jahr anschickte, sein Kind der 80er Jahre – in Gestalt der Stirb Langsam-Reihe – ins neue Jahrtausend zu transferieren. Keineswegs ein schlechter Film stand „Stirb Langsam 4.0“ jedoch nicht mehr so recht in der Tradition seiner Vorgänger. Als eigenständiger Actioner definitiv ein gelungenes Werk, als Teil der „Die Hard“-Serie aber zu kompromissbereit. Stallones Revival hingegen wirkt wie mit dem Vorschlaghammer direkt in den Unterleib. Der Film bewegt sich innerhalb seines gesetzten Rahmens und zeigt auch keinerlei Ambitionen, dem Zuschauer etwas zu versprechen, was er letzten Endes nicht einhalten kann. Kein großes Kino, sondern perfektes Genrefutter, das man entweder für seine Geradeheraus–Attitüde liebt oder hasst. Anhänger von knallharter Actionkost kommen bei Stallones Vehikel jedenfalls mehr als auf ihre Kosten. Technisch souverän zerlegt der Film äußerst spektakulär alles, was ihm vor den Waffenlauf kommt. Dass das nicht immer ganz frei von bloßem Selbstzweck und Schauwillen bleibt, lässt sich kaum verhehlen. Wer sich davon jedoch nicht abschrecken lässt, wird sich zweifelsohne sehr gut unterhalten fühlen. (8,5/10 Punkten)

Montag, 17. März 2008

E-M-S bringt den "Phantastischen Film"

In der Reihe "Der Phantastische Film" veröffentlicht das deutsche Label e-m-s die Europroduktionen "Brennender Tod"(1967), "Asylum" (1972), "Die Hexe des Grafen Draculas" (1968), "Der Dämon mit den blutigen Händen" (1958) und "Im Banne des Dr. Monserrat" (1967)!


(Veröffentlichung am 10. April 2008)

(Veröffentlichung am 27. März 2008)

(Veröffentlichung am 27. März 2008)

(Veröffentlichung am 8. Mai 2008)

(bereits erschienen)

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Da läuft mir als Fan solcher Filme direkt das Wasser im Mund zusammen. Interessante Titel, die zudem noch in einem einheitlichen "Kauf-mich-alle"-Design daherkommen.

Samstag, 15. März 2008

TV-Tipps (15.03. - 21.03.2008)

Samstag, der 15.03.2008
  • 20:15: Beverly Hills Cop 2 (SAT.1)
  • 22:10: James Bond 007 - Man lebt nur zweimal (ARD)
  • 22:35: Dekalog, Eins (ARTE, Start der 10-teiligen Reihe)
  • 22:40: Identität (PRO7)
  • 23:30: Dekalog, Zwei (ARTE)
  • 23:40: Marnie (RBB)
  • 01:45: Frenzy (RBB)
  • 03:35: Immer Ärger mit Harry (RBB)

Sonntag, der 16.03.2008
  • 20:15: Passagier 57 (RTL2, geschnitten)
  • 00:00: Westworld (SWR)
  • 00:15: Dekalog, Drei (ARTE)
  • 00:10: Taxi Driver (Kabel1)
  • 01:10: Dekalog, Vier (ARTE)

Montag, der 17.03.2008
  • 21:00: Bel Antonio (ARTE)
  • 00:05: Dekalog, Fünf (ARTE)
  • 00:50: Endlos ist die Prärie (3SAT)
  • 02:50: Fesseln der Liebe (3SAT)

Dienstag, der 18.03.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 21:45: Hotel Ruanda (BR)
  • 22:15: Monk (RTL)
  • 00:00: Das Meer in mir (SWR)
  • 00:55: Dekalog, Sechs (ARTE)

Mittwoch, der 19.03.2008
  • 22:45: Dekalog, Sieben (ARTE)
  • 23:40: Dekalog, Acht (ARTE)

Donnerstag, der 20.03.2008
  • 23:00: The Frighteners (VOX, geschnitten)
  • 00:00: Dekalog, Neun (ARTE)
  • 01:00: Dekalog, Zehn (ARTE)

Freitag, der 21.03.2008
  • 14:45: Die Zehn Gebote (SAT.1)
  • 15:45: Quo Vadis (ARD)
  • 20:15: Harry Potter und der Stein der Weisen (RTL)
  • 20:15: Aviator (PRO7)
  • 20:15: Die fabelhafte Welt der Amélie (VOX)
  • 20:15: Wallace & Gromit - Das muss kneten (S RTL)
  • 22:00: Stirb Langsam (SAT.1)
  • 22:25: Orson Welles' Othello (3SAT)
  • 22:35: Lost Highway (Das 4.)
  • 23:55: Das Omen (Kabel1)
  • 00:45: Im Vorhof der Hölle (WDR)

Sonntag, 9. März 2008

TV-Tipps (08.03. - 14.03.2008)

Samstag, der 08.03.2008
  • 20:15: Beverly Hills Cop - Ich lös den Fall auf jeden Fall (SAT.1)
  • 20:15: Die zwölf Geschworenen (Kabel1)
  • 20:15: Frühstück bei Tiffany (BR)
  • 22:10: Spion in Spitzenhöschen (BR)
  • 22:30: Conan - Der Zerstörer (Kabel1)
  • 22:55: Sag niemals nie (ARD)
  • 23:35: Der Mann in der Schlangenhaut (RBB)
  • 23:55: Die Millionärin (BR)
  • 01:20: Buona Sera, Mrs. Campbell (BR)

Sonntag, der 09.03.2008

  • 22:20: Equilibrium (PRO7)

Dienstag, der 11.03.2008

  • 21.15: Dr. House (RTL)
  • 22:10: James Bond 007 - Der Mann mit dem goldenen Colt (WDR)
  • 23:55: Paper Moon (BR)
  • 00:00: Hotel Ruanda (SWR)

Mittwoch, der 12.03.2008

  • 20:15: The Sixth Sense (Kabel1)

Freitag, der 14.03.2008

  • 20:15: Armageddon (PRO7)
  • 20:15: Der Sturm (RTL2)
  • 22:25: Scream (Das 4., geschnitten)
  • 23:10: From Dusk Till Dawn (RTL2, geschnitten)

Samstag, 8. März 2008

Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street



Als die Rasiermesser das Schlitzen lernten


„There's a hole in the world like a great black pit, and it's filled with people who are filled of shit, and the vermin of the world inhabit it, and it goes by the name of 'London.“ (Benjamin Barker)

Der Vorspann beginnt. Ein Gefühl von Vertrautheit senkt sich wie Londons dichter Nebel über das Publikum. Ein angenehmes Gefühl – fremd, aber doch zugleich bekannt. Neu und aufregend, jedoch mit einem starken Anflug von heimischen Assoziationen. Verursacher dieser kribbelnden Emotionen: Regisseur Tim Burton, dessen jüngste Nachtmar „Sweeney Todd – The Demon Barber of Fleet Street“ (2008) ein weiteres, perfekt geschliffenes Puzzlestück im Burton’schen Kosmos ist. Eine Vielzahl seiner Werke verknüpft ein gemeinsames Konzept, ein gedanklich-thematischer Überbau, in welchen sich auch dieser Film wunderbar einfügt. Burton will anscheinend unter Beweis stellen, dass Weiterentwicklung und erkennbare Kontinuität keine konkurrierenden Konzepte sein müssen.

Die Liebe wird dem rechtschaffenen Barbier Benjamin Barker zum Verhängnis, denn Richter Turpin hat es auf dessen Frau abgesehen und schickt ihn kurzerhand mittels eines getürkten Gerichtsprozesses in die Verbannung. Nach 15 Jahren des Exils kehrt Barker nach London zurück - anonym, als Sweeney Todd. Doch seit damals hat sich einiges geändert. Die Ehefrau vermeintlich tot, seine Tochter mittlerweile in den Fängen des verhassten Richters. Todds einziger Wunsch: blutige Rache.

„Edward mit den Scherenhänden“ (1990) markierte den Anfang für das Traumgespann Tim Burton/ Johnny Depp. Mittlerweile ist der Mime mit dem Faible für exzentrische Rollen so etwas wie Stamminventar in Burtons Werken geworden, ob nun in Persona („Ed Wood“) oder als animierter Doppelgänger („Corpse Bride“). Auch für „Sweeney Todd“ hätte die Wahl nicht weiser getroffen werden können. In bester Tradition gibt Depp den von der Gesellschaft – stellvertretend dafür: der nicht ganz so ehrenwerte Richter Turpin - ausgestoßenen Protagonisten und greift (Charakter-) Elemente des eingangs erwähnten „Edward mit den Scherenhänden“ auf. Diese stellt er in einen neuen Kontext und entwickelt den „Urcharakter“ weiter, indem er sich unterschiedlicher Facetten bedient. Das besonders Erfrischende an „Sweeney Todd“ findet sich deshalb auch im Umgang mit seiner Hauptfigur begründet. Ihr gegenüber lässt der Film ein äußerst ambivalentes Verhältnis entstehen. Dies rührt daher, dass Todd über weite Strecken nicht zum tragischen Helden stilisiert wird. Stattdessen bekommt der Zuschauer einen bitter-bösen Antihelden aufgetischt, der sein flammendes Schwert – hier durch todbringende Rasiermesser ersetzt, die förmlich zum Aderlass einladen – nicht nur in Richtung der Übeltäter führt. Sein Wirbelwind aus Rachegelüsten ergießt sich über die gesamte Menschheit, wie einst das Blut aus den Aufzugtüren des Overlook Hotels.

Genauso wie Burton dem Bild jedwede scheinenden Farben entzieht, es auf dunkle, schattige Töne reduziert - nur um so das saftige Leuchten des Blutes zu akzentuieren – verfährt er mit den Emotionen der Welt - zumindest bis auf zwei: Liebe und Hass. Den Quintessenzen des Films. Emotionen, welche konträrer nicht sein könnten, halten die Welt des Sweeney Todd in Bewegung. Sie spiegeln sich sowohl in den Figuren von Johanna, Anthony Hope und Todd als auch in dem Gespann, welches er mit Mrs. Lovette bildet, wieder. Ihre Beziehung beruht auf einem makabren Verhältnis von „geben und nehmen“. Den überspitzten Höhepunkt bildet die praktizierte „Ressourcenverwertung“ von Todds Leichenbergen, die kurzerhand von Mrs. Lovette zu bekömmlichen Fleischpasteten weiterverarbeitet werden. Hier winkt „Sweeney Todd“ freilich ein wenig offensichtlich, aber keinesfalls aufdringlich mit dem Zaunpfahl in Richtung rabenschwarz-bissiger Gesellschaftskritik.

Neben skurillen Charakteren zeichnen sich Burtons Filme oftmals besonders durch ihre finstere, schwer definierbare Atmosphäre aus. Höhepunkt diesbezüglich ist sicherlich die kongeniale Gruselmär „Sleepy Hollow“, doch „Sweeney Todd“ steht ihm (beinahe) in nichts nach. Ein Konglomerat aus brillanter technischer Inszenierung –allem voran die wohl akzentuierte Lichtsetzung und Kameraarbeit -, dem viktorianischen Setting und nicht zuletzt Johnny Depp. Vielleicht bedarf seine Leistung aufgrund ihrer Konstanz schon keinerlei Kommentar mehr, doch dies wäre genauso wie der Ausgang der ’08er-Oscar-Auflage nur bedingt nachvollziehbar. Die Person Depp löst sich vor den Zuschaueraugen auf, wird konturlos und schemenhaft. Was übrig bleibt, ist ganz Sweeney, der eine glanzvolle, wunderbar durchnuancierte Ein-Mann-Show abliefert. Ruhige Passagen bündeln sich mit Energie geladenen Ausbrüchen zu einem homogenen Gesamtbild, welches noch durch die geschickt eingewobenen Musicalelemente unterstrichen wird. An diesem Punkt bleibt Kritik jedoch leider nicht aus. Die Musik ist gut, stellenweise sogar sehr gut- ohne Zweifel. Jedoch fehlt den einzelnen Stücken etwas Essentielles: Ohrwurmcharakter. Sie klammern sich nicht mit Widerhaken in den Gehörgängen fest, was nun mal Bedingung für ein hervorragendes Musical ist. Burtons „Sweeney Todd“ sei es verziehen, da er doch über diese Ebene hinaus noch einiges mehr zu bieten vermag.

One, two, Sweeney’s coming for you. Tim Burton mixt mit seinem neuesten Streich einen schmackhaften Cocktail. „Bloody Sweeney“ der Name. Die Ingredienzien: ein bestechender Hauptdarsteller, dichte Atmosphäre à la Burton, schwungvolle Melodien, rabenschwarzer Humor und rubinrotes Kunstblut in strömenden Bächen. Alles gut geschüttelt und eiskalt – wie Rache bekannterweise sein sollte - serviert. Das ist der Stoff aus dem (Alp-)Träume sind…(8,5/10 Punkten)

Sonntag, 2. März 2008

TV- Tipps (01.03 - 07.03.2008)

Diesmal leider etwas verspätet...


Samstag, der 01.03.2008
  • 22:00: 8 MM - Acht Millimeter (PRO7, geschnitten)
  • 23:25: The Fog - Nebel des Grauens (Kabel1)
  • 01:45: Die Verurteilten (BR)
  • 02:00: Sadistico - Wunschkonzert für einen Toten (ARD)

Sonntag, der 02.03.2008
  • 20:15: Werner - Beinhart! (RTL2)
  • 22:30: Mann unter Feuer (PRO7)

Montag, der 03.03.2008
  • 21:00: Der unsichtbare Dritte (ARTE)

Dienstag, der 04.03.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL, NEUE FOLGEN)
  • 23:00: Moderne Zeiten (NDR)
  • 00:20: Mitternachtsspitzen (ARD)

Mittwoch, der 05.03.2008
  • 22:20: Desperado (Kabel1, geschnitten)
  • 00:35: Weekend (ARD)

Donnerstag, der 06.03.2008
  • 23:00: Der schmale Grat (VOX)
  • 23:10: Prison Break (RTL, LETZTE FOLGE der 2.Staffel)
  • 00:00: Sacramento (HR)
  • 00:35: Mein großer Freund Shane (ARD)

Freitag, der 07.03.2008
  • 22:00: Lethal Weapon 2 (RTL2, geschnitten)

Donnerstag, 28. Februar 2008

Prison Break: Staffel 4 wird kommen!

Hierzulande laufen derzeit die letzten Folgen der 2. Staffel Prison Break. In den USA lief die 3. Staffel an, welche wegen des Autorenstreiks nur 13 Folgen umfasste, die Quoten wurden von Folge zu Folge immer schlechter und es wurden Gerüchte laut, das die Serie abgesetzt wird, ja sogar durch ein Spin-Off, welches dann in einem Frauengefängnis spielen sollte. Nun haben sich zwei Stars der Serie zu Wort gemeldet, die über den weiteren Verlauf sprachen.

So gab Domininc Purcell (Lincoln Burrows) in der "Tubridy Tonight" Show bekannt, das eine vierte Staffel definitiv kommen wird. Die zweite Bestätigung kam von Robert Knepper (T-Bag). Dieser war in einer einer französischen TV Show zu Gast und ließ dort sogar verlauten, das man bereits im Mai mit den Dreharbeiten beginnen wird. Laut einem Sprecher von Fox hieß es sogar, das man für die neue Staffel nach Los Angeles ziehen wird, nachdem man Staffel eins in Chicago und Staffel zwei und drei in Dallas (North Texas) gedreht hatte.

Wir sind gespannt wie es für die beliebte Serie weitergehen wird.

Interview mit Amaury Nolasco
Interview mit Robert Knepper
Interview mit Dominic Purcell (Teil 1, Teil 2)

Quelle(n): Movie-Infos.net, PrisonBreak-News.de
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Ich hoffe, mit Season 4 wird nicht das positive Gesamtbild einer wirklich genialen Serie zerstört. Selbst Season 3, welche gegenüber Season 1&2 schon deutlich abfällt, ist immer noch weit überdurchschnittliche TV-Unterhaltung. Dass jedoch der spürbare Abwärtstrend aufgehalten werden kann, wage ich leider zu bezweifeln.

Montag, 25. Februar 2008

Geständnis einer Nonne


Nonnen sind schon ein garstiges Völkchen. Mörderinnen in kirchlichem Gewand. Berühmt und berüchtigt für ihre offen zelebrierte Frivolität, ihren unstillbaren Sexualtrieb, vor dem sich sowohl das männliche als auch das weibliche Geschlecht in Acht nehmen sollten. Nur allzu gern lassen sie ihren sadistischen Trieben freien lauf, üben blutige Rache und hecken Finsteres aus. Auf wen diese zugesprochenen Attribute befremdlich wirken mögen, dem sei zu seiner Beruhigung versichert, dass wir nicht die Pforten zur Hölle auf leisen Sohlen durchschritten haben, sondern uns vielmehr in einem sehr beliebten italienischen Genre der 70er Jahre befinden. Nunsploitation heißt das Zauberwort, welches zu damaligen Zeiten sicherlich im Vatikan besonderen Anklang fand. Giulio Beruttis „Geständnis einer Nonne“ (1978) ist ein Vertreter jener Gattung, die sich oftmals nicht der offenen, selbstzweckhaften Provokation schämt.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht Schwester Gertrude, welche ein strenges, jedoch zugleich gerechtes Regime in ihrem Krankenhaus führt. Was keiner der Patienten ahnt: Hinter ihrem gefassten äußeren Erscheinungsbild tobt ein innerer Krieg. Seit einer vermeintlich gut verlaufenen Gehirnoperation ist Gertrude morphiumabhängig und leidet unter immer öfter eintretenden Wahnvorstellungen, deren Folgen ihre Patienten schmerzlich zu spüren bekommen. Als sich im Krankenhaus seltsame Todesfälle häufen, scheint die Schuldige jedenfalls schnell gefunden…

Nunsploitation-Filme treffen sicherlich nicht jedermanns cineastischen Nerv, was nur allzu verständlich ist. „Geständnis einer Nonne“ macht es selbst dem unvoreingenommen Kinogänger nicht unbedingt einfach, Freundschaft mit dem Genre zu schließen. Berutti jubelt dem Zuschauer ein zahnloses Machwerk unter, das in keiner Disziplin so wirklich mit Esprit zu glänzen vermag. Beispielsweise spiegelt die Inszenierung zwar die unterkühlt-sterile Atmosphäre des Krankenhauses mit Bravour wider, nur leider vergisst Berutti die Notbremse zu ziehen, bevor dem Zuschauer die Füße am Boden festfrieren. Von Atmosphäre nicht der Hauch einer Spur.

Wenn es sich nur auf diesen Kritikpunkt belaufen würde, könnte sich der Streifen durchweg auf der glücklichen Seite schätzen. Objektiv gesehen verflüchtigt sich diese leise Hoffnung jedoch relativ schnell in Schall und Rauch und macht einem nüchternen Eindruck platz. Die Geschichte um Schwester Gertrude, die Stück für Stück in den Wahnsinn abzugleiten droht, wirkt wenig inspiriert und bietet nur Standardkost. Allein aufgrund der stümperhaft ausgesäten „Roten Heringe“ dürfte eigentlich niemand in Schwester Gertrude die Verursacherin der Todesfälle sehen. Ihr eingestreutes pseudo-lesbisches Geplänkel mit der Zimmergenossin Schwester Mathieu, die offensichtlich ihre sexuellen Wünsche auf Gertrude projiziert, bietet dann auch postwendend die- wohl eher ungewollte- Möglichkeit, bereits frühzeitig Rückschlüsse auf die wahre Identität des Mörders zu ziehen. Drehbuch sei Dank!

Will man sich einmal wirklich weit aus dem Fenster lehnen, könnte man sogar versuchen in „Geständnis einer Nonne“ einen kirchenkritischen Subtext zu verorten, der weit über bloße Provokation mit den gängigen Sex- und Gewaltinhalten hinausgeht. Eine Äußerung der Mutter Oberin („Es ist die Berufung einer Nonne, zu leiden.“) im Kontext des Films, welcher die Unterdrückung von Sexualität und Persönlichkeit in einer Klostergemeinde zeigt, ließe sich zweifelsohne dahingehend deuten. Ob Herr Berutti mit seinem drögen Genrefilm derart viel Hintergründigkeit im Sinn hatte, bleibt fraglich.

„Geständnis einer Nonne“ nutzt jene Schwemme an Nunsploitation-Werken der 70er Jahre aus, um dem Publikum ein äußerst fragwürdiges filmisches Vehikel unterzujubeln. Da kann auch Fellini-Muse Anita Ekberg als Gertrude mit ihrem lustlosen Spiel kaum großartig was retten. Selbst Freunden europäischer Filmkost der 60/70er Jahre dürfte es schwer fallen, dem Werk allzu viel Positives unter der Kutte hervorzulocken. Zu gewollt, aber nicht gekonnt präsentiert gibt sich Beruttis Streifen in seinem Bemühen, dem Publikum etwas Spannendes, Mysteriöses oder gar auch nur Provokantes vorzusetzen. (3/10 Punkten)

Samstag, 23. Februar 2008

TV- Tipps (23.02. - 29.02.2008)

Samstag, der 23.02.2008
  • 20:15: Gangs of New York (PRO7, geschnitten)
  • 22:05: Jeepers Creepers (RTL2)
  • 22:35: Flucht in Ketten (Das 4.)
  • 22:55: Frenzy (ARD)
  • 23:15: American History X (PRO7)
  • 23:15: ... und dennoch leben sie (NDR)
  • 23:35: Kansas City (RBB)
  • 00:00: Hitcher, der Highwaykiller (Kabel1, geschnitten)
  • 00:05: Boulevard der Dämmerung (BR)

Sonntag, der 24.02.2008
  • 22:30: Gothika (PRO7)

Montag, der 25.02.2008
  • 23:45: Mord an einem chinesischen Buchmacher (HR)

Dienstag, der 26.02.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)

Mittwoch, der 27.02.2008
  • 23:40: Velvet Goldmine (BR)
  • 00:35: Haben und Nichthaben (HR)

Donnerstag, der 28.02.2008
  • 21:50: Auf die harte Tour (VOX)
  • 23:10: Prison Break (RTL)

Freitag, der 29.02.2008
  • 20:15: The Green Mile (RTL2)
  • 22:05: Fargo- Blutiger Schnee (TELE5)
  • 23:55: Darkman (RTL2, geschnitten)

Freitag, 22. Februar 2008

Das Verbrechergenie Dr. Mabuse kehrt zurück


Die Universum Film, Filmverleiher, Independent Video-Marktführer und seit 2005 engagiert als Koproduzent vielversprechender Spielfilme, sichert sich die Verfilmungsrechte an der Kult-Figur Dr. Mabuse von Artur Brauners CCC Filmkunst, die in den 60er Jahren mit den Verfilmungen um den Super-Verbrecher ein Millionen-Publikum in den Kinos begeisterte.

Die Rat Pack Filmproduktion ("Die Welle", "Hui Buh das Schlossgespenst", "Neues vom Wixxer") wird gemeinsam mit der Universum Film (Koproduktionen u.a. "Open Water 2", "Transsiberian", "Prinzessin Lillifee") und CCC Filmkunst das Buch entwickeln und den Film produzieren. Rat Pack-Produzent Christian Becker plant die Verfilmung von "Dr. Mabuse" als grossen und zeitgemässen Kino-Action-Thriller mit gesellschaftskritischen Anspielungen.

"Die Verbrecher-Ikone Dr. Mabuse hat die Qualitäten eines modernen, aufregenden Super-Schurken und lässt die meisten Filmbösewichte alt aussehen", beschreibt Tania Reichert-Facilides, Geschäftsführerin der Universum Film. "Dr. Mabuse ist kein einseitiger, klischeebeladener Verbrecher, sondern ein Mann mit einer dunklen Vergangenheit, mit Gefühlen, genialen Fähigkeiten und einer düsteren Zukunftsvision. Die Art und Weise, wie er andere Menschen manipuliert und in verschiedene Verkleidungen schlüpft, lässt von ihm eine nicht fassbare Bedrohung ausgehen, wie man sie aus modernen Thrillern und Horrorfilmen kennt."
Die Figur des Super-Verbrechers Dr. Mabuse wurde vom luxemburgischen Schriftsteller Norbert Jacques erfunden. 1921 erschien der erste Roman "Doktor Mabuse, der Spieler" mit dem James Bond des Verbrechens: Ein kriminelles Genie mit hypnotischen Fähigkeiten und ein Mann mit tausend Gesichtern. Als Superverbrecher versucht er die Weltherrschaft zu erlangen. Der Roman wurde ein großer Publikumserfolg und 1922 von Fritz Lang verfilmt, der damit seinen Durchbruch verzeichnen konnte. 1933 erschien dann Fritz Langs Tonfilm "Das Testament des Dr. Mabuse", der auf der Roman-Fortsetzung basierte.

1953 verkaufte Norbert Jacques die Rechte an der Figur des Dr. Mabuse an Artur Brauner und die Berliner CCC-Filmgesellschaft. Zwischen 1960 und 1964 entstanden so sechs neue schwarz/weiß-Mabuse-Filme: "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse", bei dem wieder Fritz Lang Regie führte, sowie "Im Stahlnetz des Dr. Mabuse" (1961), "Das Testament des Dr. Mabuse" (1962), "Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse" (1962), "Scotland Yard jagt Dr. Mabuse" (1963), "Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse" (1964).

"Mein Vater Artur Brauner hat mit diesen Filmen Generationen unterhalten", so Dr. Alice Brauner, CCC Film, und ergänzt: "Wir freuen uns darauf, diese legendäre Figur gemeinsam mit der Universum Film und der Rat Pack-Filmproduktion modernisiert, originell und unterhaltsam in das neue Jahrtausend zu versetzen."

Der Drehtermin ist für 2009 / 2010 avisiert.

Quelle: Movie-Infos.net
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Einerseits bin ich ja der Meinung, dass man die Mabuse-Reihe- insbesondere während der 60er Jahre - mehr als genug ausgeschlachtet hat. Auf der anderen Seite kann ich aber auch nicht verleugnen, dass es mich schon ein bisschen neugierig macht, zu sehen, wie man den Stoff in die Neuzeit transportieren möchte. Vielleicht bringt der Film den Beweis, dass das deutsche Kino doch nicht zu großen Teilen in den 1920/30er Jahren mit "Das Kabinett des Dr. Caligari" & Co. gestorben ist.

Sonntag, 17. Februar 2008

Jenifer & Pelts


Das war wohl ein Schlag ins kühle Nass: Dario Argentos "Masters of Horror"- Beiträge "Jenifer" & "Pelts" in einer ausführlichen Besprechung. Zur Rezension bitte hier entlang!

Samstag, 16. Februar 2008

TV- Tipps (16.02. - 22.02.2008)

Samstag, der 16.02.2008
  • 20:15: Die Macht und ihr Preis (BR)
  • 22:15: Lucky Luciano (BR)
  • 00:00: Francesco Rosi BR, Doku)
  • 00:00: Gegen die Wand (RBB)
  • 01:05: Vertigo (VOX)
  • 01:10: Ein Köder für die Bestie (ARD)

Sonntag, der 17.02.2008
  • 23:15: Die Reise des jungen Che (BR)
  • 00:44: Lucky Luciano (3SAT)

Montag, der 18.02.2008
  • 21:00: Drei Farben: Blau (ARTE)
  • 22:30: Drei Farben: Weiß (ARTE; Teil 3 am 25.02.)

Dienstag, der 19.02.2008
  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 23:00: Hotel Ruanda (NDR)
  • 01:50: Das Leben ist Lüge (ARD)

Donnerstag, der 21.02.2008
  • 23:10: Prison Break (RTL)

Freitag, der 22.02.2008
  • 22:15: Payback- Zahltag (RTL2)

Samstag, 9. Februar 2008

TV- Tipps (09.02. - 15.02.2008)

Samstag, der 09.02.2008
  • 20:15: Outbreak- Lautlose Killer (VOX)
  • 22:15: Band of Brothers- Wir waren wie Brüder (RTL2)
  • 22:40: Ein andalusischer Hund (3SAT)
  • 22:50: Saw (PRO7, geschnitten)
  • 00:15: 21 Gramm (WDR)
  • 01:40: Intimacy (RBB)
  • 02:25: Rette deine Haut, Killer (ARD)

Sonntag, der 10.02.2008

  • 11:40: Die Vergessenen (3SAT)
  • 23:15: Wer hat Angst vor Virginia Woolf (BR)
  • 00:25: Johnny zieht in den Krieg (3SAT)

Montag, der 11.02.2008

  • 20:15: Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich (SAT.1)
  • 00:35: Panzerkreuzer Potemkin (MDR)
  • 00:50: Die Katze und der Kanarienvogel (ARD)

Dienstag, der 12.02.2008

  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 22:40: Viridiana (3SAT)
  • 23:00: Dancer in the Dark (NDR)

Mittwoch, der 13.02.2008

  • 22:25: Crying Freeman- Der Sohn des Drachen (Kabel1)

Donnerstag, der 14.02.2008

  • 22:40: Das Gespenst der Freiheit (3SAT)
  • 23:10: Prison Break (RTL)
  • 23:55: Die Rechnung ging nicht auf (HR)

Freitag, der 15.02.2008

  • 22:25: Training Day (RTL2)
  • 22:40: Mulholland Drive (3SAT)
  • 01:05: Himmel über der Wüste (VOX)
  • 02:50: Der Engel, der ein Teufel war (ARD)
  • 03:30: Dead Man (VOX)

Sonntag, 3. Februar 2008

Malastrana

Aldo Lados herrlich- innovativer Giallo- Beitrag "Malastrana" ("Short Night of Glass Dolls") von mir in einer ausführlichen Rezension auseinander genommen. Zur Besprechung bitte hier entlang!

Samstag, 2. Februar 2008

TV- Tipps (02.02. - 08.02.2008)

Samstag, der 02.02.2008
  • 20:15: James Bond 007- Im Angesicht des Todes (BR)
  • 22:30: Band of Brothers (RTL2)
  • 23:10: James Bond 007- Der Mann mit dem goldenen Colt (BR)
  • 00:15: Driver (SAT.1)
  • 02:00: James Bond 007- In tödlicher Mission (BR)

Sonntag, der 03.02.2008

  • 20:15: Minority Report (PRO7)
  • 20:15: Jungfrau (40), männlich sucht (RTL)
  • 20:45: Der Flug des Phoenix (ARTE)

Montag, der 04.02.2008

  • 20:15: Was das Herz begehrt (SAT.1)
  • 20:15: Die Feuerzangenbowle(NDR)
  • 21:00: Arizona Dream (ARTE)

Dienstag, der 05.02.2008

  • 21:15: Dr. House (RTL)
  • 00:10: Schnee am Kilimandscharo (BR)

Mittwoch, der 06.02.2008

  • 20:15: Big Trouble in Little China (Kabel1)
  • 23:15: Hotel Ruanda (WDR)

Donnerstag, der 07.02.2008

  • 19:20: Berlinale 2008- Die Eröffnung (3SAT)
  • 21:00: Belle du Jour (3SAT)
  • 23:10: Prison Break (RTL)

Freitag, der 08.02.2008

  • 20:15: Der Schakal (RTL2, geschnitten)
  • 20:15: Die Fliege (Das 4.)
  • 22:40: Der diskrete Charme der Bourgeoisie (3SAT)
  • 00:45: Tagebuch einer Kammerzofe (ARTE)